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Am Natura-Trail gibt es nach dem Weg durch die Buchenschlucht Wanderstützpunkt, Fischtreppe und mehr zu entdecken

Spaziergang rund um Hellmühle

Brigitte Horn / 13.08.2013, 19:09 Uhr
Biesenthal (MOZ) Eines der lauschigsten Fleckchen im Barnim ist die Hellmühle. Dieser Zipfel von Biesenthal vereint Wasser, einen Wanderstützpunkt und mit dem ehemaligen Gutshaus, der späteren Jugendherberge und jetzigem Wohnhaus ein denkmalgeschütztes Gebäude.

Wer von der Verbindungsstraße Biesenthal-Lanke kurz vor Lanke links in Richtung Hellmühle abzweigt, kann dort Gerda Schmidt von der Ortsgruppe Hellmühle der Naturfreunde treffen. Sie ist Chefin der Uli-Schmidt- und der Thomas-Hütte. Dort sind Ausstellungen, aber auch Spiel- und Beschäftigungsmaterial für Kinder untergebracht. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen statt.

Die beiden Gebäude sind nur einen Steinwurf von Hellsee entfernt. Der Wanderstützpunkt liegt direkt am Natura-Trail. Dies ist ein Projekt der Naturfreunde, das besonders schöne Fuß- und Radwanderwege ausweist, erläutert Gerda Schmidt. Der hiesige Abschnitt beginnt am Biesenthaler Markt, führt durch die Buchenschlucht und endet in Lanke in Höhe der Gaststätte Bellevue. Sehenswert auf dem Stützpunkt direkt ist die Skulptur "Waldschrat" des polnischen Künstlers Kristoph Szczygielski, die die Stadt Biesenthal den Naturfreunden als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Nicht allzu weit von der Uli-Schmidt-Hütte befindet sich das ehemalige Gutshaus Hellmühle. Der unter Denkmalschutz stehende Fachwerkbau war früher eine Jugendherberge, stand dann längere Zeit leer, wechselte den Eigentümer und ist als Wohnhaus umgewidmet worden.

Mit der fast fertigen Fischtreppe am Hellsee ist dort eine weitere Attraktion zu besichtigen. Im Rahmen des EU-Projektes der ökologischen Sanierung beiderseits der Oder wurde mit ihrem Bau begonnen. Basis des rund 160 000 Euro teuren Projektes ist, dass für Bäche und Flüsse eine sogenannte "ökologische Durchgängigkeit" durch die Wasserrahmenrichtlinie vorgeschrieben wird. Wasserbewohner wie Fische, Amphibien, Krebse und Insekten wandern zum Beispiel von Salz- in Süßwasserbereiche oder von den Quellgebieten in den Unterlauf. Im Naturpark Barnim unterbrechen auch heute noch Abstürze und Wehranlagen in starkem Maße die Fließgewässer, erklärt Tom Kutter, der für den Förderverein Naturpark Barnim an den Projekt gearbeitet hat.

Die Fischtreppe an der Hellmühle ist fast fertig, ist aber nicht das erste Projekt seiner Art. "Schon zwischen 2006 und 2008 hat der Verein durch viele Kleinbaustellen, wie zum Beispiel am Nonnenfließ, Sohlabstürze an den ehemaligen Mühlenstandorten umgestaltet", erinnert Kutter. Diese "Neubauten" nenne man Fischtreppen. Sie würden sich nicht nur harmonischer in die natürliche Umgebung einpassen, sondern ermöglichen den Tieren durch kleine Stufen und Ruhebecken einen selbstständigen Aufstieg.

Ähnliche Projekte sollen auch an der Langerönner Mühle im Biesenthaler Becken und an der ehemaligen Papierfabrik in Spechthausen realisiert werden. Die Planungen dafür liegen inzwischen vor, informierte Peter Gärtner, Chef der Verwaltung des Naturparks Barnim. Wann damit begonnen wird, steht allerdings noch nicht fest. Umweltstiftungen wie die NABU-Stiftung oder die Stiftung ProArtenvielfalt unterstützen das Projekt.

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