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Gerüchte um schwarze Kassen

Brigitte Horn / 19.12.2013, 07:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Nachdem im Hauptausschuss am Dienstagabend die Kita-Planung bestätigt worden war, hatte die Sitzung eigentlich ihr Ende erreicht. Doch Bürgermeister André Stahl (Linke) brachte noch einen weiteren Punkt ein. Er stellte Wolfgang Berg (SPD) zur Rede. Stahl wollte von ihm wissen, ob er behaupte, dass er, der Bürgermeister, schwarze Kassen in der Stadt unterhalte. Wenn Berg diesen Vorwurf, der ihm zugetragen worden sei, aufrecht erhalte, werde er gerichtlich dagegen vorgehen.

Darauf wollte Berg nicht direkt antworten, sondern zuerst einmal wissen, woher der Vorwurf stamme. Nach einigem Hin und Her wurde klar, dass er aus dem Bereich der Verwaltung durchgesickert sei. Daraufhin erklärte Berg, dass er im Gespräch mit der Kämmerin über den Haushalt und einer plötzlich aufgetauchten Million Euro nur in Anführungszeichen von "schwarzen Kassen" gesprochen habe.

Darauf stellte Stahl einigermaßen verwundert fest, dass das Geld nicht plötzlich aufgetaucht sei, sondern aus Mieten der kommunalen Wohnungen stamme, was allgemein bekannt wäre. Mit Blick darauf, dass diese Bemerkung quasi nur als Scherz gemeint war, stellte Berg klar, dass es von ihm nicht den Vorwurf gebe, dass Stahl schwarze Kassen habe. "Dann nehmen wir das zu Protokoll und damit ist die Sache aus der Welt", so Stahl zum Abschluss.

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mal nachgedacht 19.12.2013 - 10:00:29

1 Mio Euro plötzlich aufgetaucht !

Eine Stadt mit 5.600 Einwohner und 350 kommunalen Wohnungen findet plötzlich 1 Million Euro .... auf der Habenseite ... und die sollen allein von den verwalteten Wohnungen kommen .. ? Betriebskosten mal als durchlaufende Posten abgezogen bleiben großzügig gerechnet im Mittel 300 Euro je Wohnung und Monat Grundmieteneinnahme. Dann sind dort plötzlich die Jahresgrundmieten von 270 der 350 kommunalen Wohnungen aufgetaucht... für die man in dem einen Jahr keine Verwaltungs-, Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten hatte ... Ja wie nennt man das nur? Extrem gut gewirtschaftet?! Oder sollte man doch nochmals nachfragen ... für die Leser der MOZ ... damit die Außenstehenden das dann auch richtig einordnen können ... vielleicht nur wieder ein verwechseln von Einnahmen und Ausgaben in der Buchhaltung ...

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