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Eberswalder Bürgermeister heißt Familien mit Kindern willkommen

Wagenburgler suchen Verbündete

Goldbuchstaben hinterm Busch: An die ehemalige Papierfabrik erinnern außerhalb des Areals nur Fragmente.
Goldbuchstaben hinterm Busch: An die ehemalige Papierfabrik erinnern außerhalb des Areals nur Fragmente. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 14.02.2014, 07:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Im Streit um die Wagenburg auf dem Areal der Papierfabrik Wolfswinkel hat sich erstmals auch Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski zu Wort gemeldet. Das Stadtoberhaupt erklärte am Dienstagabend im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur, dass ihm Zuzug, gerade auch durch Familien mit Kindern, höchstwillkommen sei. Doch in die privatrechtliche Auseinandersetzung zwischen den Bewohnern und dem Eigentümer des Grundstückes könne die Stadt nur vermittelnd eingreifen. Dies geschehe unter anderem dadurch, dass der Verwaltungsdezernent Bellay Gatzlaff die in sieben Bauwagen lebenden selbst ernannten Raumpioniere zu einem klärenden Gespräch ins Rathaus eingeladen habe.

"Wenn Sie sich auch ein Leben in anderen Wohnformen vorzustellen vermögen, finden wir zusammen gewiss eine Lösung", sagte der Bürgermeister zu den Wagenburglern Melanie Ulmer und Josef Wallmann, die zur Ausschusssitzung gekommen waren, um die Stadtverordneten erneut auf ihr Problem hinzuweisen und um Hilfe zu bitten.

Seit fünf Jahren verbindet ein alternatives Projekt auf dem Areal der Papierfabrik Wolfswinkel Arbeiten und Leben in beinahe dörflichen Strukturen. Doch die Wagenburg ist in ihrer Existenz bedroht, weil der Eigentümer die Nutzung nicht mehr duldet und der Versuch der Bewohner, das Grundstück zu erwerben, gescheitert ist.

"Wir sind keine Abenteurer, die sich unvorbereitet auf ein Wagnis einlassen", hat Josef Wallmann im Ausschuss gesagt. Zu den Vorhaben der Wagenburgler habe gehört, das Papierfabrikmuseum weiterzuführen, die Hallendächer instandsetzen zu lassen und mit Photovoltaik zu versehen. In der parkähnlichen Anlage sei auch eine Art Grünes Klassenzimmer geplant gewesen.

Die Papierfabrik gilt als erhaltenswertes Zeugnis der Industriekultur am Finowkanal.

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