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Yvonne Grünwald tritt mit ihrer Band Elaiza beim Vorentscheid zum European Songcontest am 13. März an

Akkordeon-Lehrerin mit Wildcard

Unterricht zwischen Medienterminen: Yvonne Grünwald bringt in der Beeskower Musikschule Chantal Ludwig (9) und Anna Sradnick (8) das Spiel auf dem Knopfakkordeon bei. Die 29-Jährige ist seit 2010 als Lehrerin an der Musikschule Oder-Spree tätig.
Unterricht zwischen Medienterminen: Yvonne Grünwald bringt in der Beeskower Musikschule Chantal Ludwig (9) und Anna Sradnick (8) das Spiel auf dem Knopfakkordeon bei. Die 29-Jährige ist seit 2010 als Lehrerin an der Musikschule Oder-Spree tätig. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Jörg Kühl / 05.03.2014, 22:02 Uhr - Aktualisiert 06.03.2014, 09:52
Beeskow/Fürstenwalde (MOZ) Yvonne Grünwald, die in Beeskow und Fürstenwalde Tasteninstrumente lehrt, ist seit ihrem fulminanten Sieg beim Vor-Vorentscheid zum European Songcontest einem großen Publikum bekannt geworden. Nun will sie am 13. März in Köln mit ihrer Band Elaiza das Deutschland-Ticket buchen.

Schüler der Musikschulen in Beeskow und Fürstenwalde haben über Nacht eine berühmte Lehrerin bekommen. Yvonne Grünwald, die seit 2010 an der kreiseigenen Einrichtung Akkorden und Klavier unterrichtet, hat es am Donnerstag mit ihren Kolleginnen der Band Elaiza geschafft, die Wildcard für den deutschen Vorentscheid zum European Songcontest (ESC) zu ergattern. Das Konzert fand im Hamburger Edelfettwerk statt und wurde deutschlandweit im Fernsehen übertragen. Jeder vierte der 360 000 Zuschauer hatte für das Damen-Trio mit den klassischen Instrumenten und dem exotischen Balkansound zum Telefon gegriffen. "Is it right" heißt der Titel, der rund hunderttausend Fernsehzuschauer begeisterte. Das lag zu einem Gutteil an dem Klang des Instruments, das Yvonne Grünwald Kindern und Jugendlichen in Beeskow und Fürstenwalde schmackhaft zu machen versucht. "Dass ein Akkordeon so sexy klingen kann!" zollte ihr die Moderatorin der Show, Barbara Schöneberger, unmittelbar nach dem Auftritt Respekt. Da stand das Ergebnis noch nicht fest.

Yvonne Grünwald wurde 1984 in Salzwedel geboren. Nach ihrer Schulzeit studiert sie an der Berliner Musikhochschule Hanns-Eisler erfolgreich Akkordeon, im Nebenfach Klavier. Seitdem ist sie hauptberuflich Musikerin. "Ich habe mehrere Projekte", berichtet die 29-Jährige. Zum einen ist sie im Ensemble Les Accordés aktiv. Die Gruppe, zu der neben der Akkordeonistin auch eine Sopransängerin und ein Countertenor gehören, begeistert mit einer revueartig inszenierten Show, die Chansons, Arien und Duette beinhaltet. Außerdem ist die studierte Musikerin als Solo-Künstlerin eine gefragte Person.

Die Musikschultätigkeit biete ihr eine Möglichkeit, ein gesichertes Nebeneinkommen zu erzielen, gesteht die Vollblut-Musikerin. Mit ihrer Begeisterung für die Tasteninstrumente und die Musik, die ihnen zu entlocken ist, steckt Yvonne Grünwald offenbar auch ihre Schüler an. "Sie macht den Unterricht immer so lustig", freut sich Chantal Ludwig (9), die von ihrer Mutter einmal pro Woche von Straupitz nach Beeskow zum Akkordeonunterricht gefahren wird. "Es ist schön bei Yvonne, weil sie immer so schöne Lieder aussucht", findet Anna Sradnick (8) aus Groß Muckrow, die Yvonne Grünwald vor drei Jahren beim Instrumentenkarussell kennengelernt hatte. Annas Mutter Annett Sradnick gesteht, beim letzten Fernsehauftritt 13 Mal für die Musiklehrerin ihrer Tochter abgestimmt zu haben. "Am 13. März darf Anna dann auch live zusehen, die Sendung beginnt ja schließlich schon um 20.15 Uhr."

In welchem Umfang sie ihre Lehrtätigkeit an der Musikschule angesichts eines dicht gestaffelten Zeitplans, der in diesen Tagen aus Medienterminen, Proben und Fernsehdrehs besteht, noch ausüben kann, weiß Yvonne Grünwald nicht: "Alles ist offen."

Die Musikerin weiß, dass es keine leichte Aufgabe sein wird, am 13. März in der Kölner Lanxess-Arena vor mehreren tausend Zuschauern mit ihren Kolleginnen von Elaiza beim Vorentscheid zum ESC gegen etablierte Bands, wie Unheilig anzutreten. Die geistige Unterstützung ihrer Musikschüler aus Beeskow und Fürstenwalde dürfte ihr dabei jedenfalls sicher sein.

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