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Wer hilft den Männern?

Beate Bias, Ressortleiterin Berlin/Brandenburg
Beate Bias, Ressortleiterin Berlin/Brandenburg © Foto: Patrick Pleul
Beate Bias / 06.04.2014, 20:15 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wer über häusliche Gewalt spricht, meint damit meist die Gewalt gegen Frauen und Kinder. Auch in Brandenburg bleibt die Zahl der Übergriffe hoch - obwohl es durchaus eine Verbesserung gibt. Wesentlich beigetragen haben dazu neue Gesetze und eine Sensibilisierung der Polizei.

Während im Alltag viel über Gleichberechtigung von Frau und Mann gesprochen wird, blendet die Politik das Thema bei häuslicher Gewalt aus. Dabei gibt es alarmierende Zahlen nach denen Männer immer häufiger Opfer von gewalttätigen Ehefrauen oder Lebensgefährtinnen werden. Die Dunkelziffer ist vermutlich enorm hoch.

Aber was für einen Grund gibt es, Männern Hilfe zu verweigern, die für Frauen selbstverständlich ist? Sozialminister Baaske lehnt die Einrichtungen von Männerhäusern ab. Er verweist auf Beratungsstellen, die jedoch keine Kapazitäten haben, Männern eine vorübergehende Obhut zu bieten. Das ist ungerecht. Zumal es durchaus die Option gibt, Frauenhäuser auch für Männer zu öffnen. Im Sinne der Gleichberechtigung werden die Einrichtungen dann zu Anlaufstellen für alle Opfer häuslicher Gewalt.

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Günter Mühlbauer 15.04.2014 - 13:03:12

Häusliche Gewalt

Herzlichen Dank für den Bericht.. mfg Günter Mühlbauer Nicht nur Frauen sind die Geschlagenen Günter Mühlbauer kämpft für Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung Gewalt ist männlich – so das vielbemühte Klischee. Psychische Gewalt, körperliche Gewalt, strukturelle Gewalt: die Disbalance in der allgemeinen Alltagsbewältigung ist so zur Selbstverständlichkeit geworden, dass die Wahrnehmungsfilter auf den Brillen mancher Betroffenheitsheftredakteurin gar nicht mehr auffallen. Nicht nur zur Weihnachtszeit fällt seit nunmehr 13 Jahren ein blau gewandeter Mann mit grauen Haaren auf, der als blauer Nikolaus einen einsamen Kampf um Aufmerksamkeit führt. Günter Mühlbauer ist nichtehelicher Vater zweier Kinder, das Hickhack um die Kinder bei den Partnern der früh gescheiterten Problembeziehung hat nicht nur seelische und materielle Blessuren hinterlassen. Blessuren auch eines Streits für gleiche Rechte und gleiche Pflichten gegenüber den leiblichen Kindern, den Partnern, der Gesellschaft und dem Gesetzgeber. Was den Vater belastet: seit er getrennt lebt, sieht er seine Kinder nicht. Als die Gründe für seine Trennung von der ehemaligen Lebenspartnerin noch akut waren: Zoff bei allen relevanten Fragen des Miteinanders – Seiner Partnerin war die Hand ausgerutscht, nicht zum ersten Male, und "Sie" rief auch die Polizei. Als die Beamten kamen, so erzählt er, wollten die Polizisten ihn mitnehmen. Dass er das Opfer in diesem Trauerspiel war, passte nicht in die Vorstellung der Beamten über Urheber und Opfer häuslicher Gewalt. Bestürzende Statistik Wie ist das jetzt? – Der Mainzer Kriminologe Professor Michael Bock quotelt die Täter-Opferrelation in den Statistiken über Gewalt im Schutzbereich der eigenen vier Wände bei annähernd fünfzig Prozent. – Ein Geschlechterproporz, der zwar die „männliche" Gewalt weder rechtfertigen noch relativieren kann, der aber da ist, der akademisch untermauert ist und auch von der Regensburger Polizei aktuell bestätigt wird: von den zirka 450 000 Deutschen, die über Gewalt im häuslichen Bereich klagen, sind rund 214 000 Männer. Die Dunkelziffer soll enorm sein, weil Angst vor Weich-Ei und Luschen-Image auf der männlichen Seite exakt so groß ist, wie die Angst der Familienmütter vor sozialem Abstieg. Mühlbauer geht hier in die Offenlegungsoffensive. Er demonstriert vor der Kirche, im Landtag, vor dem Regensburger Justizpalast. Nachdem die Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahren mehrmals „vom EMRK in Straßburg abgemahnt wurde, dass die nichtehelichen Kinder und ihre Väter diskriminiert werden, kommen nun die FDP, CDU und die CSU nach 2,5 Jahren ( oder kurz vor den Wahlen) zu einem gemeinsamen Sorgerechts-Entwurf für nichteheliche Väter". So der nichteheliche Vater. Er kann danach das gemeinsame Sorgerecht beantragen, die Kindesmutter muss nicht einverstanden sein, Jugendamt und Familienrichter entscheiden über den Antrag. Für Mühlbauer nur eine Bestätigung vorurteilsbehafteter Strukturen. Denn: „Ein Amt ohne Fachaufsicht, das seit Jahrzehnten mütterfreundlich eingestellt ist, und Familienrichter ohne eine (sozialwissenschaftliche) Fachausbildung, die lieber die Verantwortung an Gutachter abgeben, entscheiden weiterhin über die Zukunft von nichtehelichen Kindern und deren Vätern. Von Opa und Oma ist keine Rede." Netzwerk eingerichtet Günter Mühlbauer hat ein Netzwerk für den Austausch unter Vätern mit passiver Gewalterfahrung und Trauer um nicht zeitgemäß geregeltes Umgangsrecht gegründet: „Kinder brauchen zu einer gesunden Entwicklung beide Elternteile und Großeltern." Seine Telefonnummer lautet: 0941-447196. Web: http://www.muehlbauer.de.tf/ www.trennungseltern.eu.tf Ab 2014 wird die Entkräftung falscher Daten wesentlich leichter fallen, weil das Handbuch von über 650 Seiten Über Familiäre Gewalt und Intervention vorliegen wird. Jeder Student, Praktiker und Hochschullehrer wird an diesem Kompendium wichtiger Fallstudien und empirischer Daten nicht mehr vorbeikommen. Amerikanische Studien totzuschweigen wird dann nicht mehr möglich sein, weil sie übersetzt vorliegen. Mehr unter Informationen unter www.ikaruverlag.com

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