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Schäden an der Fassade des historischen Gebäudes

Fachwerk-Rathaus als Baustelle

Planen am Rathaus: Während die Ausfachung erneuert wird, muss der Sockel geschützt sein.
Planen am Rathaus: Während die Ausfachung erneuert wird, muss der Sockel geschützt sein. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 14.05.2014, 06:40 Uhr
Biesenthal (MOZ) Am Biesenthaler Rathaus haben derzeit die Bauarbeiter zu tun. Das verwunderte offenbar etliche Bürger. Viele Anfragen habe es dazu gegeben, informierte Biesenthals Bürgermeisters André Stahl. "Die Fassade des Fachwerkbaus benötigt eine umfangreiche Sanierung", erklärte er. Bei der Rekonstruktion des Gebäudes, die 2004 abgeschlossen war, seien offenbar Fehler gemacht worden.

Nach seinen Worten war das Holz des Fachwerkgerüstes beim Einbau offenbar nicht trocken genug. Durch den späteren Trocknungsprozess seien Lücken zwischen dem Holz und der Ausfachung mit Putz und Steinen entstanden. Das wiederum habe dazu geführt, dass Wasser in diese Ritzen eindringen konnte, das im Winter gefroren sei und dadurch auch Ränder der Ausfachung herausgebrochen seien.

Da die damals bauausführende Firma nicht mehr existiere, habe sich die Stadtverordnetenversammlung entschieden, die Sanierung der Fassade des historischen Fachwerk-Rathauses als Stadt zu finanzieren, so der Bürgermeister. Dafür wurden im Haushalt der Stadt rund 40 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das alte Biesenthaler Rathaus gilt als Kleinod der Stadt. Ende der 1990er-Jahre war erst festgestellt worden, dass es sich um einen Fachwerkbau handelt. "Es ist immerhin das zweitälteste von den drei Fachwerk-Rathäusern des Landes Brandenburg", hatte 2002 Dr. Peter Schabe, Projektreferent der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, eingeschätzt und eine Förderung befürwortet. In die Rekonstruktion des Gebäudes waren damals etwa 2,6 Millionen Mark geflossen.

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