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Biesenthal-Barnim: Bisherige Mehrheitverhältnisse im Großen und Ganzen bestätigt

Sydower Fließ spannend bis zuletzt

Wahlplakate am Absperrzaun um das eingerüstete Biesenthaler Rathaus, dessen Fassade saniert wird.
Wahlplakate am Absperrzaun um das eingerüstete Biesenthaler Rathaus, dessen Fassade saniert wird. © Foto: Wolfgang Rakitin
Brigitte Horn / 27.05.2014, 07:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Ohne große Überraschungen ist in den Gemeinden, die zum Amt Biesenthal-Barnim gehören, die Kommunalwahl ausgegangen. Bis auf den Melchower, der nicht mehr angetreten ist, bleiben alle Bürgermeister im Amt. In den Gemeindevertretungen haben sich bis auf Ausnahmen die Mehrheitsverhältnisse nur wenig geändert.

Für die Schaffung einer Mehrzweckhalle in Biesenthal dürften jetzt die Rahmenbedingungen stimmen. Biesenthals wiedergewählter Bürgermeister will dieses Projekt mit als erstes anpacken. Im Rücken hat er das Votum von drei Viertel der Wähler. "Damit kann man sehr zufrieden sein", sagt er am Montag, insbesondere auch im Hinblick auf die konträren Auseinandersetzungen in der jüngeren Vergangenheit. Er betrachtet das Wahlergebnis auch als eine Bestätigung der Arbeit der letzten Jahre. Jetzt strebt er an, dass die Stadtverordnetenversammlung zügig noch vor der Sommerpause arbeitsfähig wird.

Während Stahl als einziger Kandidat für die Bürgermeisterposten relativ entspannt sein konnte, war es in Sydower Fließ spannend bis zuletzt. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich Klaus-Peter Blanck gegen seine Mitbewerberin Simone Krauskopf durch. Am Ende hatte der erfahrene Kommunalpolitiker vier Stimmen mehr als die Neueinsteigerin. "Beide Bewerber befanden sich auf Augenhöhe mit entsprechender Akzeptanz bei der Bevölkerung", wertete Blanck dieses Ergebnis. Dass es so knapp geworden ist, könnte auch daran liegen, dass möglicherweise die Dinge, die erreicht wurden, nicht ausreichend kommuniziert worden sind. Mit Blick auf die Zukunft weist Blanck darauf hin, dass in der neuen Gemeindevertretung zunächst Wahlprogramme der Wählerlisten aufeinander abzustimmen sind. Positiv sei, dass gestandene Persönlichkeiten, unter anderem aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Kommunalpolitik in die Gemeindevertretung gewählt worden sind, wofür jeder Wähler drei Stimmen vergeben konnte. Auf dem Wahlzettel für den Bürgermeisterposten durfte nur ein Kreuz gemacht werden.

Ähnlich wie in Sydower Fließhatte auch in Rüdnitz die bisherige Bürgermeisterin einen Gegenkandidaten. Bis gegen 22 Uhr musste Amtsinhaberin Christina Straube am Sonntag Geduld aufbringen, bis sie wusste, dass es zur Wiederwahl gereicht hat, und das mit einem komfortablen Polster von 220 Stimmen mehr als Mitbewerber Andreas Hoffmann. In diesem Wahlausgang sieht sie eine Anerkennung ihrer bisherigen Arbeit. Auch die Arbeit von Marienwerders Bürgermeister Mario Strebe wurde anerkannt. Während er bei der Kommunalwahl 2008 sehr knapp, mit einem Vorsprung von 18 Stimmen, gewählt wurde, haben ihm am Sonntag 61,55 Prozent der Wähler ihre Stimme gegeben.

Noch größer ist das Vertrauen der Breydiner in ihren bisherigen Bürgermeister. Auf 88 Prozent der Wählerstimmen ist Amtsinhaber Peter Schmidt gekommen, ein Rekord im Bereich von Biesenthal-Barnim. Ein weitererRekord ist das Ergebnis von Pro Melchow (PROM). Die Wählerliste hat 77 Prozent der Stimmen eingeheimst.

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