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Wieder Proteste gegen Braunkohlenabbau

11.08.2014, 15:15 Uhr
Kerkwitz (dpa) Der Protest gegen den Braunkohlenabbau in Brandenburg reißt nicht ab. Vom kommenden Wochenende an wollen mehr als 1000 Teilnehmer des 4. Lausitzer Klima- und Energiecamps in dem vom Tagebau bedrohten Kerkwitz (Spree-Neiße) eine Woche lang demonstrieren, teilte ein Veranstaltungssprecher am Montag mit. Mehr als 50 Aktionen seien geplant.

Höhepunkt ist die für den 23. August von der Umweltorganisation Greenpeace und weiteren Initiativen geplante Menschenkette gegen Braunkohlentagebaue. Sie soll die von Abbaggerung bedrohten Orte Kerkwitz in Brandenburg und das polnische Grabice verbinden.

Anfang Juni hatte die rot-rote Landesregierung den Weg für die Tagebauerweiterung Welzow-Süd bei Cottbus freigemacht; 800 Menschen droht dadurch die Umsiedlung. Im März hatte bereits Sachsen die Tagebauerweiterung Nochten genehmigt. Dort müssten ebenfalls Hunderte umziehen. Es läuft derzeit noch ein Braunkohlenplanverfahren für die Grube Jänschwalde-Nord bei Cottbus; auch hier will Vattenfall mehr Braunkohle fördern und ein Kraftwerk bauen.

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Till 12.08.2014 - 01:24:28

Eine Sache mit Logik - steht in keinem Parteiprogramm - leider !

Mehr Windstrom-lücken = mehr Braunkohleabbau. Wer weniger Braunkohleabbau will, der sollte sich um den Abbau der Windkraftwerke kümmern. Die abgeschriebenen Kohlekraftwerke laufen seit Beginn der Energiewende zunehmend als "Schattenkraftwerke" oder Grundlastgaranten beständig im Hintergrund im Leerlauf mit und springen immer dann ein, wo der Wind unter Windstärke 4 oder über 8 ansteigt. So wird das an/aus Regim mit flexiblen Kohleverbrauch gegenüber einem gleichförmigen Volllastbetrieb und einhergehend geringeren Verbrauch ganz logisch zum Kohlefresser. Logo - nur die mit weniger Windrädern im Programm im September wählen!

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