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Lausitzer Klimacamp startet Protestwoche gegen Braunkohleabbau

Ein Tagebau-Gegner.
Ein Tagebau-Gegner. © Foto: dpa
17.08.2014, 16:16 Uhr - Aktualisiert 17.08.2014, 16:20
Kerkwitz (dpa) Mit rund 100 Teilnehmern ist am Sonntag laut Veranstalter das Lausitzer Klima- und Energiecamp in Kerkwitz (Spree-Neiße) gestartet. Mit der Aktion in dem vom Braunkohletagebau bedrohten Ort sollen die Folgen für die Regionen verdeutlicht werden, sagte ein Sprecher. Höhepunkt des einwöchigen Camps werde eine Menschenkette mit mehr als 1000 Teilnehmern am 23. August sein. Sie soll die von Abbaggerung bedrohten Orte Kerkwitz in Brandenburg und das polnische Grabice verbinden. Insgesamt planen die Veranstalter mehr als 50 Aktionen.

Dabei soll Wissen rund um das Thema Energie vermittelt werden. Zugleich werde aber auch diskutiert, welche Alternativen in der Region auf dem Arbeitsmarkt möglich sind, hieß es. Bislang sei der Braunkohlebergbau das einzige industrielle Standbein. „Die Politik ist gefordert, weitere Standbeine zu entwickeln“, sagte Bernd Müller, einer der Initiatoren des Camps.

Dessen Programm beinhaltet Workshops und Vorträge. Abends ist ein kulturelles Programm geplant, das vom Konzert bis zum Fußballspiel reicht. Zu den Organisatoren der geplanten Menschenkette hat auch die Organisation Greenpeace aufgerufen.

Im Vorfeld warnte der Energiekonzern Vattenfall die Demonstranten davor, das Betriebsgelände zu betreten. Die Teilnehmer sollten Abstand zu Anlagen und Maschinen halten, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, hieß es.

Die rot-rote Landesregierung hatte Anfang Juni den Weg für die Tagebauerweiterung Welzow-Süd bei Cottbus freigemacht; 800 Menschen droht dadurch die Umsiedlung. Im März hatte bereits Sachsen die Tagebauerweiterung Nochten genehmigt. Dort müssten ebenfalls Hunderte umziehen. Es läuft derzeit noch ein Braunkohlenplanverfahren für die Grube Jänschwalde-Nord bei Cottbus; auch hier will Vattenfall mehr Braunkohle fördern und ein Kraftwerk bauen.

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