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Storkower Feuerwehr hat neues Tanklöschfahrzeug erhalten / Hälfte der Kosten über Fördermittel finanziert

"Little Lea" hat auch einen Kühlschrank

Das neue TLF ist da: Frank Ebert, Ingo Kittler, Steve Mietzelfeldt mit Tochter Lea, nach der das Fahrzeug "Little Lea" benannt ist, und Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig.
Das neue TLF ist da: Frank Ebert, Ingo Kittler, Steve Mietzelfeldt mit Tochter Lea, nach der das Fahrzeug "Little Lea" benannt ist, und Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 16.12.2014, 07:47 Uhr
Storkow (MOZ) Die Storkower Feuerwehr hat ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen. 4000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel sind an Bord.

Wir freuen uns, dass es endlich da ist", so Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig angesichts des funkelnagelneuen TLF 4000. Die Stadt hatte die Finanzen rechtzeitig bereitgestellt, aber gekommen war es ein halbes Jahr später, als geplant. "Der Hersteller musste wegen technischer Mängel im Fahrwerk nachbessern", erinnert Stadtwehrführer Frank Ebert, der das Tanklöschfahrzeug gemeinsam mit drei Kameraden direkt vom Werk in Ulm abgeholt hat.

Die Stadt Storkow mit ihren zurzeit noch 14 Wehren besitzt nun 28 Fahrzeuge, davon acht von der Dimension der Neuerwerbung. Jedes dieser acht Fahrzeuge ist jedoch mit spezieller Ausrüstung versehen. Bei diesem neuen besteht das Besondere in dem Fassungsvermögen von 4000 Litern Wasser. Das entspricht dem jetzigen Standard. Die Ortswehr Schwerin verfügt über ein Fahrzeug mit 8500 Litern. Aber das ist ein altes Modell, das nicht mehr hergestellt wird. Ingo Kittler, der Storkower Ortswehrführer, weiß: "Die höchste Menge ist heutzutage 5000 Liter Fassungsvermögen, aber das wird in der Regel nicht benötigt, denn bei einem Wohnungsbrand werden nur rund 600 Liter verbraucht." Bei größeren Bränden, etwa Waldbränden, würden alle anderen Ortswehren mit eingesetzt werden.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es mit ihm nun als einzigem Fahrzeug der 14 Ortswehren eines mit einem eingebauten Tank "für die große Menge", wie Ingo Kittler betont, von 500 Litern Schaummittel gibt. Schaum werde fast immer eingesetzt. Unbedingt erforderlich sei er bei Pkw-und Flüssigkeitsbränden. Ein dritter großer Vorteil gegenüber den anderen Fahrzeugen ist ein vollautomatischer Lichtmast mit extrem hellen Xenon-Lampen, der ohne Notstromaggregat funktioniert, direkt über die Fahrzeugelektrik betrieben wird.

Statt neun Kameraden sind in diesem Fahrzeug zur Bedienung der Technik nur noch sechs Kameraden nötig. "Damit kann es schneller ausrücken", weiß der Stadtwehrführer. Mit einem Schmunzeln erzählt Ingo Kittler von einem weiteren Extra, "das wir selber bezahlen": ein fest eingebauter Kühlschrank, der kühlt und heizt.

Das neue TLF 4000 ist mit Hilfe von Mitteln des Landes Brandenburg für die Stützpunktfeuerwehren finanziert worden. Die Förderung beträgt 50 Prozent. Das sind 120000 Euro. Notwendig geworden war die Anschaffung, weil zwei Fahrzeuge aus DDR-Produktion, die sich in Selchow und Kummersdorf befinden, ausgesondert werden sollen. Kummersdorf und Selchow bekommen dafür je ein Fahrzeug aus Limsdorf, während nach Limsdorf dafür ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug aus dem Bestand der Storkower Ortswehr geht. "Wir werden weiter daran arbeiten, dass unsere ältere Technik ersetzt wird", verspricht der Stadtwehrführer Frank Ebert. Cornelia Schulze-Ludwig wiederum verweist auf die Dringlichkeit für ein Hubrettungsfahrzeug, also ein Fahrzeug mit Drehleiter. "Für 2017 haben wir dafür 555000 Euro in den Haushalt eingestellt. Da es schwer ist, das allein zu stemmen, bemühen wir uns noch um Fördermittel", macht sie die Situation deutlich.

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