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Diskussionsrunde gehört dazu

Gesprächspartner war der Politologe Winfried Wolf (3. v. r.)
Gesprächspartner war der Politologe Winfried Wolf (3. v. r.) © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 23.03.2015, 07:55 Uhr
Biesenthal (MOZ) Wer weiß denn noch, dass Island vor ein paar Jahren wirtschaftlich ins Wanken geriet. Gezeigt wurde dies am Sonnabend im Biesenthaler Kulturbahnhof im Film "Wer rettet wen?", der sich mit der aktuellen Bankenkrise beschäftigt. Laut Ankündigung geht es in dem Streifen um die mit hochriskanten Spekulationen engagierten Banken und darum, dass Steuerzahlern und sozial Benachteiligten milliardenschwere Risiken zugemutet werden.

Der Film schildert unter anderem, wie Island aus der Krise kam, ohne die Lage für die Armen zu verschlimmern. Darin erzählt eine isländische Politikerin, wie die eigene Wirtschaft stabilisiert und ausländisches Kapital in "Bad-Banks" kam. Ob das ein Lösungsansatz für Griechenland sein könnte, wurde in der anschließenden Diskussionsrunde gefragt. Rede und Antwort stand dort Winfried Wolf, Politologe und Chefredakteur der Ökonomiezeitschrift "Lunapark 21".

Es war die letzte Biesenthaler Veranstaltung der brandenburgischen Ökofilmtour. Jede Vorstellung war so angelegt, dass jeweils zum Film ein Experte anschließend für Diskussionen zur Verfügung stand. "Das Besondere in diesem Jahr war, dass wir auch Filme für Schulklassen im Angebot hatten, die durch die Lehrer anschließend in den Unterricht integriert worden sind", berichtete Helge Schwarz vom Verein Kultur im Bahnhof. Es waren Jungen und Mädchen der Biesenthaler Grundschule "Am Pfefferberg" sowie der Evangelischen Grundschule Bernau dabei.

So gehörte zum Programm der Biesenthaler Grundschule "Winterwelten", ein Dokumentarfilm für Erstklässler, in dem es um biologische Vielfalt und Artenschutz im Winter geht. Ob Fuchs, Hirsch oder Eichhörnchen - jeder versucht, ihn auf seine Weise zu überstehen. Daraus wurden beschauliche Tiergeschichten für Alt und Jung. Ebenfalls im Angebot war, diesmal für Schüler der vierten Klassen, "Superhirn im Federkleid - Kluge Vögel im Duell". Der Dokumentarfilm über 45 Minuten zeigt Keas in Neukaledonien. Das sind Krähen, die über außerordentliche geistige Fähigkeiten verfügen. "In ihrer langen Kindheit lernen sie spielend und probieren sich über Fehler aus", wird über sie berichtet. Zu ihren Leistungen zählt, dass sie Fallen für Tiere unschädlich machen.

Ihr erwachsenes Publikum fanden bei der Ökofilmtour auch ein Streifen über das Freihandelsabkommen TTIP, die Doku " Mitgift", die Ostdeutschland im Wandel zeigt und von Regisseur Roland Blum geschaffen wurde, oder die Doku "Song from the Forest", als "modernes Epos zwischen Regenwald und Wolkenkratzern" beschrieben. Insgesamt wurden bei den Biesenthaler Veranstaltungen der Tour rund 500 Besucher gezählt, darunter 350 Kinder.

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