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Opa und Enkel zeigen sich ihre Lieblingsorte

Beim Filmschnitt: Detlef Henoch und Enkel Niclas schauen sich gemeinsam ihre Filmaufnahmen an
Beim Filmschnitt: Detlef Henoch und Enkel Niclas schauen sich gemeinsam ihre Filmaufnahmen an © Foto: Lisa Mahlke
Lisa Mahlke / 03.08.2015, 05:44 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) "Wir wollten die Geschichte Frankfurts von Bürgern der Stadt generationsübergreifend erzählen lassen", erklärt Bastian Bielig am Freitag bei der Abschlusspräsentation des Projektes "Stadt, Land, Fluss - Frankfurt und ich" im Mehrgenerationenhaus Mikado. Der Medienpädagoge hat zusammen mit Mike Plitt und Tim Köhler vom Institut für angewandte Geschichte fünf Tage lang Jugendliche mit Senioren zusammengebracht, die sich gegenseitig ihre Lieblingsorte in Frankfurt zeigen sollten. 15 bis 20 Teilnehmer hatte das Projekt, ein Drittel von ihnen waren Senioren.

Zu Beginn der Woche gab es eine kleine "Technikmesse", wie Bastian Bielig erklärte. "Das war wie eine Art Speeddating, bei dem die Teilnehmer alle Techniken kennengelernt haben." Dazu gehörten: Video und Schnitt, Foto, Audio, Geschichtsaufarbeitung und Text, sowie Web und App. Danach teilten sich die Mitmachenden in Gruppen auf und zeigten sich gegenseitig ihre Lieblingsorte. Mit der App "Actionbound", mit der man eine digitale Schnitzeljagd auf Tablet oder Smartphone erstellen kann, zogen die Teilnehmer durch Frankfurt. So sollten sie Passanten interviewen, Fotos von den Lieblingsorten machen oder sich gegenseitig filmen.

Der 16-jährige Niclas Henoch hatte durch seinen Opa vom Projekt gehört. "Ich fand es interessant zu sehen, welche Lieblingsorte die ältere Generation und welche wir jüngeren haben", erzählt er. Der Lieblingsort des Schülers ist der Sportplatz in der Beckmannstraße, auf dem er oft Fußball spielt. Niclas war in einer Gruppe mit seinem Opa Detlef Henoch, der sich die Luisenstraße als Lieblingsort ausgesucht hatte. "Dort habe ich 22 Jahre gelebt", sagt der 66-Jährige. Es sei eine schöne Umgebung mit dem Wildenbruchteich, der Sobkowskistraße und dem Botanischen Garten.

Das Projekt wurde mit einem Förderpreis vom Bildungsministerium ausgezeichnet. Nach den fünf Tagen in der letzten Woche soll noch nicht Schluss sein. Entstanden ist eine mobile Website mit Fotos und Texten über die Lieblingsorte, einer digitalen Landkarte, auf der man Videos zu den Lieblingsplätzen schauen kann, sowie mit digitalen Stadttouren, die man mit "Actionbound" durchlaufen kann. Durch einen QR-Code kann die zur Website gehörige App auf dem Smartphone aufgerufen werden. So kann man Frankfurt mit anderen Augen sehen. "Das können sich alle Frankfurter angucken und ihren Gästen und Freunden zeigen", sagt Bastian Bielig. Mehr unter: http://stadtlandflussffo.weebly.com/

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