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Drohne nimmt Maß

Olav Schröder / 19.11.2015, 20:55 Uhr - Aktualisiert 05.02.2016, 10:38
Bernau (MOZ) Mit Hilfe einer Drohne hat ein Ingenieurbüro Foto- und Filmaufnahmen von der Bundesschule in Bernau-Waldfrieden aufgenommen. Auf diese Weise wird der Ist-Zustand des Standortes vor der Erneuerung der Außenanlagen dokumentiert. Nach der Fertigstellung erfolgt erneut eine Vermessung.

Auf der Grundlage eines Masterplans soll die Restaurierung des Baudenkmals Bundesschule Bernau zum Abschluss gebracht werden. Ziel ist es, dass das national und international anerkannte Bauhaus-Ensemble in Bernau-Waldfrieden als Weltkulturerbe von der Unesco anerkannt wird. Angestrebt wird die Aufnahme für das Jahr 2019, zum hundertjährigen Jubiläum der Bauhaus-Bewegung.

Flug einer Drohne über der Bundesschule in Bernau
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Drohne über der Bundesschule in Bernau

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Rund 1,8 Millionen Euro wird die Umgestaltung der Außenanlagen insgesamt kosten, sagt Hans-Udo Kretschel von der Bernauer Stadtverwaltung. Rund 600000 Euro übernehme die Stadt Bernau, die übrigen 1,2 Millionen Euro werden im Rahmen des Bundesprogramms zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus investiert.

Um den Gesamteindruck des Baudenkmals wieder herzustellen, sind fünf Maßnahmebereiche vorgesehen. Neu gestaltet wird die Fritz-Heckert-Straße als Zufahrt ab der Wandlitzer Chaussee, der unmittelbare Einfahrtsbereich zur Bundesschule, der Hannes-Meyer-Campus vor dem Eingangsbereich des Gebäudes, die Nordseite und der Landschaftsbereich in südlicher Richtung.

Um einen Vorher-Nachher-Vergleich der bevorstehenden Arbeiten zu erhalten, erfolgt jetzt eine akribische Dokumentation. Seit drei Jahren setzt Ingenieur Stephan Fick von der div-GmbH in Hohen Neuendorf die Drohne Aibot X6 ein. Aus rund 37 Metern Höhe nimmt sie bei ihrem Flug über die Bundesschule alle zwei Sekunden ein Foto auf. Ein Pixel, also ein Bildpunkt, entsprecht dabei einem Zentimeter, wie Stephan Fick erläutert. Da sich die Fotos um 75 Prozent überlappen, könne anschließend ein 3-D-Modell errechnet werden.

Der Weg, den die rund 25000 Euro (ohne Kamera) teure Drohne durch die Luft nimmt, wurde vor dem Flug programmiert. Aibot X6 fliegt somit die Route automatisch ab. Dabei sind noch Abweichungen von bis zu drei Metern möglich. Diese Differenz werde bis auf einen Zentimeter verringert, indem einzelne markante Punkte am Boden - beispielsweise ein Kanaldeckel - anhand von GPS-Positionspunkten bestimmt werden, sagt Stephan Fick. Die Landung der Drohne erfolgt jedoch per Handsteuerung.

Eine Akku-Ladung reicht für einen 20-minütigen Flug. In diesem Fall brauchte die Drohne weit weniger Zeit. Windböen muss sie selbst ausgleichen. Stärkere Windstöße können den Absturz des Fluggeräts verursachen. Die Richtung beim Fliegen wird durch eine Veränderung der jeweiligen Drehzahl der insgesamt sechs Propeller, die sich gegenläufig drehen, erreicht.

Das Gewicht der Ladung ist das Hauptproblem beim Drohnenflug. Keine fünf Kilo wiegt die Drohne mit Ladung. Der Akku und der Fotoapparat machen hierbei den größten Anteil aus. Vermessungen könnten auch von einem Flugzeug aus unternommen werden, sagt Stephan Fick. Allerdings wären die gewonnenen Daten ungenauer und das Unternehmen dennoch teurer.

Übrigens muss Stephan Fick einen Pilotenführerschein besitzen und eine Aufstiegsgenehmigung vorweisen können.

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