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Biesenthal plant Mehrzweckhalle

Olav Schröder / 14.12.2015, 06:29 Uhr
Biesenthal (MOZ) Ein Projekt in der Größenordnung von rund 4,5 Millionen Euro will die Stadt Biesenthal umsetzen. Dabei geht es um ein Mehrzweckgebäude mit Sporthalle, Bibliothek und Vereinsräumen. Ohne Förderung wird das Vorhaben allerdings kaum umgesetzt werden können.

Die neue Halle soll neben der bestehenden Sporthalle entstehen und soll sportlichen Zwecken, für kulturelle Veranstaltungen sowie als Begegnungsstätte dienen. Das Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Mehrzweckhalle hat Fachbereichsleiterin Michaela Müller-Lautenschläger den Biesenthaler Stadtverordneten vorgestellt. Dabei ging sie von einem Neubau mit einer Nutzfläche von 2200 Quadratmetern aus. Die tatsächliche Bauweise liegt noch nicht vor. So ist beispielsweise die Geschossigkeit der Halle noch nicht festgelegt worden. Die Investitionssumme liege nach derzeitigem Kenntnisstand in einer Höhe von 4,5 Millionen Euro, wobei in dieser Berechnung eine Förderung von zwei Millionen Euro angenommen wird. Darüber hinaus werde auch eine Kreditaufnahme erforderlich sein. Bezogen auf einen Zeitraum von 20 Jahren würde dies zusätzliche Folgekosten in Höhe von 2,2 Millionen Euro über die Investition hinaus bedeuten.

Die Höhe der Investition, die Bewilligung von Fördermitteln und die Aufnahme eines Kredits mit entsprechenden Zinsbelastungen vorausgesetzt, würde die Stadt bezogen auf 20 Jahre jährlich einen geschätzten Mittelwert von 230000 Euro für die Halle erwirtschaften müssen. Dies gilt auch unter den gegenwärtig recht günstigen Bedingungen für die Verzinsung bei einer Kreditaufnahme. Verringere sich die Förderung oder entfällt sie gar vollständig, werden entsprechende höhere Zinsbelastungen auf den Haushalt der Stadt zukommen.

Mit Hilfe des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes für kommunale Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur könnte das Vorhaben realisiert werden. Die Stadtverordneten beschlossen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Im Haushalt für das kommende Jahr wurde der städtische Eigenanteil in Höhe von 2,475 Millionen Euro, der durch eine Kreditaufnahme finanziert werden soll, für das Jahr 2017 aufgenommen. Die Kreditaufnahme setzt außerdem eine Bewilligung durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Barnim voraus.

Nach einem Vergleich zu den Kosten für den Bau einer "normalen" Sporthalle hatte Heike Müller (Bündnis 90/Grüne) gefragt. Eine solche Gegenüberstellung, so Biesenthals Bürgermeister Karsten Bruch (CDU), könne erst in der Planungsphase 2 vorgelegt werden. Skeptisch zeigte sich Dirk Siebenmorgen (Linke). Eine Sporthalle sei für Biesenthal zwar wichtig, könne aber nicht zu diesem Preis realisiert werden. Unterm Strich sprach er sich für die Beantragung der Fördermittel aus.

Über die Bewilligung der Förderantrags soll Anfang des kommenden Jahres entscheiden werden. Bei einem positiven Bescheid erfolgt die Auszahlung der Mittel in drei Jahresscheiben von 2016 bis 2018.

Die Zahl der Bewerber um die Bundesmittel gilt als hoch. Insgesamt stehen in dem Fördertopf 100 Millionen Euro für investive Projekte aus dem Bereich Sport, Jugend und Kultur mit besonderer, auch überregionaler Bedeutung zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen Projekte mit hoher Qualität im Hinblick auf die Auswirkungen für den Klimaschutz sowie für die soziale Integration von Jugendlichen, sozial Schwächeren, Migranten und Flüchtlingen.

Als sportliche, kulturelle und soziale Begegnungsstätte erfüllt die Mehrzweckhalle die Anforderungen an die Förderung grundsätzlich, heißt es in der Beschlussvorlage zur Antragstellung. Mit einer energiesparenden und nachhaltigen Bauweise werde ein Beitrag zum effektiven Klimaschutz geleistet. Mit den Gemeinschaftsräumen werde eine Basisstruktur gewährleistet, die dem derzeitigen und zukünftigen Bedarf nach einer Sport- und Kultureinrichtung Rechnung trage.

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