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Mächtige Fortschritte auf Eberswaldes größter Baustelle / 20 Männer aus dem Tief- und Hochbau am Werk

Westend-Center wächst Tag für Tag

Anna Fastabend / 27.02.2016, 05:15 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Stadt bekommt ein neues Fachmarktzentrum. Das Westend-Center soll bis zum Herbst fertig sein. Dann befinden sich auf dem rund 21 000 Quadratmeter großen Gelände ein Supermarkt, eine Drogerie und ein Schuhgeschäft. Die ersten Mauern werden gerade hochgezogen.

Gleich ist Mittagspause. Dann kommen die 20 Männer von ihren Arbeitsplätzen auf der Baustelle Westend-Center in dem weißen Container zusammen. Dort gibt es Bockwurst vom Bäcker um die Ecke oder Eintopf aus der Mikrowelle. Draußen ist es kalt und matschig. Über Nacht hat es geschneit. Drinnen mollig warm. Die Männer sind wieder seit 7 Uhr morgens auf den Beinen. Nach fünfeinhalb Stunden tut eine kleine Stärkung und ein bisschen Sitzen gut.

Doch bis es so weit ist, müssen noch letzte Handgriffe erledigt werden. Zwei Eisenflechter biegen Stangen zurecht. Aus dem dicken Drahtgeflecht soll eine Stahlbetonstütze werden. Für den gerade entstehenden Rewe-Supermarkt. Weiter hinten setzen Tiefbauer ein letztes Stück Fundament ein. Ansonsten ist der Unterbau für den neuen Konsumtempel längst fertig. Das Gebäude an der Heegermühler Straße macht täglich Fortschritte. Den Mauern kann man Stein für Stein beim Wachsen zusehen. Unentwegt stapft Vorarbeiter Detlef Barche über Sand und Schotterberge, um nach dem Rechten zu sehen. Er ist bei Schneider Systembau angestellt. Die Firma kommt aus Sachsen und ist für den Bau zuständig.

Am Donnerstag ist Projektmanager Andreas Gunkel angereist. Er will sich über den Fortschritt auf der Baustelle erkundigen. Der Mitarbeiter des Hildesheimer Investors VSP ist zufrieden mit dem, was er sieht. "Es geht gut voran. Die Zusammenarbeit ist klasse, egal mit welcher Behörde", sagt er. Das Wichtigste: Die Baugenehmigungen waren schnell erteilt - für die drei Gebäude auf dem 21 000 Quadratmeter großen Gelände, die Lärmschutzwand zur Abschirmung der unmittelbar angrenzenden Nachbarn und die Werbetafel. "Am weitesten sind wir mit dem Rewe-Markt-Gebäude", so Gunkel. Außerdem ziehen, so der Manager, ein Backshop und das Toto-Lotto-Geschäft von Marion Fetting mit in das Haus ein. Aber auch die Arbeiten an dem Gebäude weiter hinten gehen voran. "Die Fundamente sind jetzt in der Erde. Nächste Woche wird die Bodenplatte gegossen", sagt Gunkel. Auch diese Verkaufsfläche hat ihre Interessenten gefunden. Die Drogeriekette DM und das K+K-Schuhcenter wollen dort einziehen. Lediglich für das geplante Dienstleistungszentrum kann der Projektmanager noch keine Namen nennen. Man sei aber mit vielen Interessenten im Gespräch.

Dort, wo das Dienstleistungshaus entstehen soll, steht jetzt noch der Container für die Mittagspause. Und auch die zwischen den Gebäuden geplante Parkfläche mit zirka 120 Plätzen lässt sich nur mit viel Fantasie vorstellen. "Zwischen den Parkflächen wird es viel Grün geben", verspricht Gunkel. Die beiden Eichen mit den ausladenden Ästen, die die Zufahrt zum Gelände säumen, sollen erhalten bleiben. Aber die Einfahrt wandert ein Stück weiter Richtung Stadtmitte, berichtet der Projektmanager. Außerdem müsse eine weitere Ampel an die Heegermühler Straße gesetzt werden, um gefahrloses Ein- und Ausfahren zu gewährleisten. Die Bauarbeiten dazu beginnen im Sommer.

Hinter DM sind Eigenheime geplant. Noch reißt die Firma TSU aus Müncheberg mit schwerem Gerät die alten Hallen ab. Laut dem B-Plan können auf der etwa 8500 Quadratmeter großen Fläche entweder zehn Eigenheime oder eine Reihenhaussiedlung entstehen, berichtet Gunkel. Wer die Grundstücke später vermarktet, will er noch nicht verraten. "Es wird aber ein Makler aus der Region sein." Schon jetzt seien viele an den Grundstücken interessiert. "Sie sind mitten im Grünen und mitten in der Stadt", nennt er als Grund.

Auch den Stadtteilvereinsvorsitzenden Danko Jur zieht es heute auf die Baustelle. Projektmanager Andreas Gunkel ist dankbar für die Tipps des Ortskundigen. "Durch ihn haben wir unter anderem die Eberswalder Firma Uweg zur Begleitung der Altlastensanierung beauftragt." Regionale Firmen sollen auch für den Ausbau des Fachmarktzentrums engagiert werden.

"Die Lebensqualität der Westender verbessert sich enorm. Vor allem die älteren Bürger profitieren von einem nahen Einkaufszentrum", prognostiziert Jur.

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