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Industriekultur am Finowkanal

Ina Dittrich, Ramona Berger und Juliane Metz (v. l.) diskutieren mit Blick auf die Hufnagelfabrik.
Ina Dittrich, Ramona Berger und Juliane Metz (v. l.) diskutieren mit Blick auf die Hufnagelfabrik. © Foto: MOZ/Marco Marschall
Marco Marschall / 08.03.2016, 07:55 Uhr
Eberswalde (MOZ) Sie sind einen Meter mal zwei Meter groß und sollen noch in diesem Jahr entlang des Finowkanals aufgestellt werden, um vergangene Industriekultur erlebbar zu machen: Informationstafeln, 13 mit Stätten auf Eberswalder Territorium und drei im Gebiet der Gemeinde Schorfheide werden Touristen künftig davon berichten, was in den Werksruinen entlang der Wasserstraße einst produziert wurde und die Geschichte der Schleusen beschreiben. Die Papierfabrik Spechthausen gehört zu den Themen, ebenso wie die Hufnagelfabrik oder die Schöpfurter Mühle.

Noch sind die Tafeln mit den historischen Abbildungen, den Geschichtstexten auf Deutsch und Englisch, der Zeitlinie sowie einem Bild davon, was einst hinter den Mauern hergestellt wurde, nicht fertig. In der vergangenen Woche hatte die Stadt zum Tourismus-Forum in den Familiengarten eingeladen, um das Vorhaben zu präsentieren. Ausgestellt wurden aus diesem Anlass auch die Muster der späteren Tafeln, zu denen Verbesserungsvorschläge gemacht und etwaige Fehler moniert werden konnten. Das stieß auf reges Interesse, vor allem bei den Mitgliedern des Vereins "Unser Finowkanal", der das Projekt einst angestoßen hatte.

Noch im ersten Halbjahr sollen die Inhalte auf wetter- und vandalismusresistentes Material gebracht und in erster Linie entlang des Treidelwegs aufgestellt werden - ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Eberswalde, der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Region Finowkanal, des Vereins "Unser Finowkanal" und der Gemeinde Schorfheide. Finanziert wird das Ganze zu 70Prozent aus Fördermitteln des sogenannten Regionalbudgets. Die übrigen 30 Prozent, etwa 7500Euro, trägt die Stadt Eberswalde.

Entwickelt hat die Tafeln mit den einheitlichen Grafiken und Überschriften in rotbraunem Ton die Projektagentur Metzworking, die auch eine Broschüre dazu erarbeitet. Chefin Juliane Metz zeigte sich bei der Präsentation offen für Vorschläge und stieß auf überwiegend positive Resonanz. Größe und Übersichtlichkeit wurden gelobt. Das Thema Natur, so eine Wortmeldung, komme auf den Tafeln zu kurz und wiederum ein anderer Gast der mehr als 50 beim Tourismusforum hielt das komplette Vorhaben für rausgeschmissenes Geld.

Bürgermeister Friedhelm Boginski hob in der Eröffnung des Forums auf die Bedeutung des Finowkanals und der alten Betriebe ab, die Gefühle von Identifikation, Heimat und Zuhauseauslösten.

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