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Am Ende des dornenreichen Weges

Monika Funke Stern berichtet im Galeriegespräch vom Entstehungsprozess ihrer Werke.
Monika Funke Stern berichtet im Galeriegespräch vom Entstehungsprozess ihrer Werke. © Foto: Sören Tetzlaff
Simon Rayß / 17.03.2016, 07:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Manch ein Künstler scheut den Kontakt zum Publikum. "Meine Werke sollen für sich sprechen", heißt es dann entschuldigend. Bei Monika Funke Stern ist das anders. "Ich sage gern etwas dazu", erklärt sie am Dienstagabend, bevor sie die Besucher des Galeriegesprächs durch ihre Ausstellung führt. Ihr Name: "Unter dem Pflaster ist der Strand".

Der 72-jährigen Künstlerin, die sowohl in Falkensee (Havelland) als auch auf der Krim arbeitet, scheint es in der Tat Freude zu bereiten, von der Entstehung ihrer Werke zu berichten. Die Arbeiten, die sie seit Ende Januar in der Kleinen Galerie im Sparkassen-Forum ausstellt, sind ungemein vielgestaltig. Da hängt großformatige Malerei neben detailfreudiger Skizze, Fotokunst steht neben Videoinstallation. "Für mich gehört das alles zusammen", sagt Monika Funke Stern und gibt ihr Mantra vor: "Ich denke in Bildern." Selbst, wenn sie Filme drehe, seien Bilder ihre Grundlage. Sie arbeite ganz ohne Skript.

"Ich komme aus der Theorie", erklärt die Künstlerin, die in Berlin Philosophie studierte und dort auch promoviert hat. Später hat sie als Professorin für Film und Video an der Fachhochschule Düsseldorf unterrichtet. Tatsächlich sind am Dienstag zwei ihrer ehemaligen Studenten zum Galeriegespräch gekommen.

Mit ihnen und den übrigen zehn Besuchern macht sie eine Runde durch die Ausstellung. Der vielfältigen Ansätze zum Trotz: "Man sollte mich schon wiedererkennen", sagt Monika Funke Stern. Sie scheut nicht davor zurück, intensive Farben zu benutzen. Doch so farbenfroh die Werke sind - fröhlich ist ihre Kunst nur selten. Da tut sich mal die Erde auf, während zwei Figuren auf Fahrrädern zu fliehen versuchen; dann scheint der Horizont zu kippen und eine Sintflut sich über die Ufer zu ergießen.

Doch die Besucher fragen die schlanke, schwarz gekleidete Künstlerin mit den schulterlangen, blondierten Haaren nicht nur nach der Wahl ihrer Themen, sondern auch nach ihren Arbeitstechniken. "Jeder künstlerische Prozess ist ein Experiment", antwortet sie in ruhiger, überlegter Weise. "Der Weg ist sehr dornenreich und das Ziel am Ende das, was man zeigt." Diese Ergebnisse sind noch bis zum 29. März in der Kleinen Galerie zu sehen.

Montag und Freitag 8.30 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag 8.30 bis 18 Uhr, Mittwoch 8.30 bis 13 Uhr

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