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Nachwuchs wetteifert auf Storkower See

Rundung der ersten Bahnmarke: Teilnehmer des Opti-Cups vom SV Ciconia Storkow
Rundung der ersten Bahnmarke: Teilnehmer des Opti-Cups vom SV Ciconia Storkow © Foto: SV Ciconia Storkow
Axel Roth / 31.05.2016, 18:54 Uhr
Storkow (MOZ) Der Segelverein Ciconia Storkow hat viel Lob für die Ausrichtung der Landes-Jüngstenmeisterschaften Brandenburgs erhalten. Er veranstaltete die Titelkämpfe im Rahmen seiner Opti-Regatta.

Für die Organisation der Meisterschaften der jüngsten Segler Brandenburgs in der Klasse Optimist erntete Gastgeber SV Ciconia Storkow auch große Anerkennung vom Obmann der Deutschen Optimist-Dinghy Vereinigung (DODV). "Es war eine echt gut gelungene Veranstaltung Ich kann diese Regatta und den Verein bestens empfehlen. Ich komme gerne nach Storkow", sagt Torsten Schmidt.

Das klingt wie Musik in der Ohren der Gastgeber, die zum mehr als 40. Mal ihre Opti-Regatta ausrichteten. Viele der hilfsbereiten und nun schon leicht grauhaarigen Organisatoren segelten in Storkow selber schon zu dieser Regatta. An Storkow kommt man nicht vorbei, schaut man sich die Liste der erfolgreichen Segler an: unter anderem Sarah Leinert (Bronze in Europe Class Europameisterschaften 2005, Laser Radial 2006 und 2007, Internationale Deutsche Meisterschaften Bronze, dann Silber), Sara Roth (Jugend-IDM 2003 und 2004 Europe Bronze), Jara Seide (Jugend-EM 2014 Bronze Laser 4.7) oder Sören Leinert (Deutscher Meister 2016 im Laser Radial).

In Storkow starteten diesmal 59Opti-B- sowie 36 Opti-A-Segler aus Brandenburg, Berlin und Hamburg. Am ersten Tag mussten sich die Segler erst an die Brandenburger Windverhältnisse gewöhnen. Planmäßig setzte der Wind zur Eröffnung aus. Er hatte schließlich die ganze Woche geblasen. Ab Mittag wurde an der Startlinie gewartet und die sommerlichen Temperaturen von Luft und Wasser luden zum Baden ein. Kurze Unterbrechung an Land bis zur Kaffeezeit. Danach wurde ein erneuter Startversuch wegen unerlaubtem Fernbleiben des Windes auf den nächsten Tag verschoben. Die ungeheuren und ausdauernden Kraftanstrengungen der jungen Segler entluden sich anschließend explosionsartig beim Kuchenbuffet und an den wilden Badestellen im Hafen. Gegen 21Uhr waren endlich die Akkus aller Teilnehmer leer.

Nach drei Wettfahrten am zweiten Tag war gegen 14Uhr der ganze Zauber wieder vorbei. Wettfahrtleiter Hans-Jörg Tinius von Ciconia Storkow traf bei diesen schwierigen Windverhältnissen immer die richtigen Entscheidungen. Die angesagte Unwetterfront war nicht gekommen, dafür stand der Hähnchenwagen mit 150halben goldgelben Broilern für die Teilnehmer zur Plünderung bereit.

"Es war zu merken, dass der Verein dank seiner 57-jährigen Vereinserfahrung an Professionalität kaum zu schlagen war. Wir verspürten kein Stress, keine logistischen Engpässe", erklärt DODV-Obmann Schmidt. "Unseren kleinen Hunger und großen Durst konnten die fleißigen Bienen aus dem Organisationsteam stillen. Ich glaubte, sie oft an zwei, drei verschiedenen Stellen zur selben Zeit gesehen zu haben. Großen Dank und Hochachtung."

Nach gefühlten zehn Stunden Protestverhandlung wurden gegen 16 Uhr die Ergebnisse der Jüngstenmeisterschaft durch Landestrainer Jan Müller und Jugendwart Rüdiger Trommer bekannt gegeben. In Brandenburg gilt das System geschlossenen Meisterschaft. Somit können zwar Teilnehmer aus allen Regionen starten, aber nur ein Segler eines Brandenburger Vereins kann sich dann den Meister-Titel sichern.

Im Opti A wurde Brandeburger Jüngstenmeister Nils Ruben Otto vom MSV Beetzsee.Silber ging an Johann Emmer vom SV Kloster Lehnin und Bronze errang Marino Rychlitzki von Einheit Werder. Der Titel Brandenburger Jüngstenmeister im OptiB ging an Charlotte Fenger vom ESV Kirchmöser vor ihrem Vereinskollegen Henrik Kulik und Nils Grosse von SV Stahl Finow.

Svenja Mehner von Ciconia Storkow rutschte mit Platz4 an Bronze in der Opti-A-Wertung vorbei, kann sich aber aufgrund der widrigen Windverhältnisse trotzdem über dieses Ergebnis freuen. Neunter wurde Lukas Nachtigall (SG Scharmützelsee), Zehnter Malte Leinert und 14.Gregor Lojewski (beide Storkow).

Alle Segler bis Platz10 wurden im Rahmen des Opti-Cups Storkow geehrt und prämiert. Ab Platz11 wurde Preise, die von der Sparkasse Oder-Spree und der Stadt gesponsert wurden, unter den Teilnehmern verlost.

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