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An der Grundschule Basdorf werden Fenster, Fassaden und Dächer saniert / Eine Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung

Frischzellenkur bei laufendem Unterricht

Hans Still / 07.07.2016, 06:15 Uhr
Basdorf (MOZ) Es ist ein Mammutprojekt, das den mehr als 400 Kindern, den Pädagogen der Basdorfer Grundschule und den Mitarbeitern des Hortes enorme Kraft abverlangt. Bei laufendem Schulbetrieb hat die Hüllensanierung begonnen. Für die Kinder eine äußerst spannende Angelegenheit.

Marcel und David erhaschen durch die geöffnete Tür schnell noch einen Blick ihres ehemaligen Klassenraumes, ehe die Lehrerin die kleinen Racker in den Unterricht zurück schickt. "Am liebsten würden die Kinder gleich die Rüstung erobern", weiß die Basdorfer Schulleiterin Karin Löwe um die Neugierde ihrer größten Schlaumeier. Es fällt allen Beteiligten derzeit nicht leicht, bei dem Großprojekt die Ruhe zu bewahren.

Immerhin: Ein Bauvolumen von einer Million Euro wird bis Anfang Oktober umgesetzt. Fenster, Dächer, die Fassade, so lautet das Programm in Kurzform. "Zunächst haben die Firmen mit der Sanierung des Daches begonnen. Auch werden bereits Fenster gewechselt, um das Vorderhaus der Grundschule auf den neuesten Stand der Energieverordnung zu bringen", beschreibt Baubetreuerin Liane Hergt vom Wandlitzer Bauamt die Vorgehensweise.

Die aus DDR-Zeiten stammende Grundschule vom Typ Erfurt wird nach der Frischzellenkur nicht wiederzuerkennen sein. Das alte Dach kann zwar verbleiben, aber es wird mit modernsten Dämmstoffen aufgewertet, sodass die Schüler gerade bei großer Hitze bemerken sollten, wie die Räume dann den Temperaturen trotzen können. Sonnenrollos kommen vor die neuen Fenster, so sollte sich das Raumklima nochmals verbessern. Profitieren werden zunächst das Vorderhaus und der Mittelteil, der hintere Bau steht auf einer Liste für die kommenden Jahre. "Dort kann zunächst nur die Risssanierung stattfinden. Aber wir behalten die Notwendigkeit der Sanierung im Blick", verspricht Liane Hergt. Mit Beginn der Schulferien wird es richtig laut auf der Baustelle, dann verschwinden die Betonelemente in den Treppenhäusern.

Oliver Friedrich, Chef der Zühlsdorfer Firma Mitgedacht Dämmstoffe GmbH, inspiziert auf der Baustelle nicht nur die Dächer und die Arbeit seiner Mitarbeiter. "Regen wäre unser Feind", stellt er mit Blick gen Himmel fest. Mit rund 1000 Quadratmetern Dachfläche befasst sich die Firma, dabei geht es nicht nur um Dichtheit gegenüber Wasser. "Die gesamte Bauphysik spielt eine Rolle", fachsimpelt der Chef.

Liane Hergt lobt die Dachdecker als "sehr aufmerksam und gewissenhaft". Auch die Fensterbauer der Bernauer Firma Schapler - sie wechseln mehr als 100 Fenster aus - bekommen Streicheleinheiten. "Wir sind wirklich zufrieden, den Mitarbeitern ist nichts zu viel. Sie arbeiten fachlich korrekt und weisen uns schon im Vorfeld auf Probleme hin, wenn diese erkennbar sind."

Bei Karin Löwe bleibt die Stimmung gut. "Es ist spannend und aufregend, und wir freuen uns darüber, dass es endlich losgeht. Wir haben acht Jahre lang dafür gekämpft und wollen, dass unsere Schule noch moderner und schöner wird."

Dass die Lärmbelästigung durchaus massiv ist, räumt die Schulleiterin aber gleichfalls ein. "Alle bemühen sich, mit den Schwierigkeiten kreativ umzugehen." Auch sei mit den Eltern gesprochen worden.

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