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Veltener Mixed-Pickels-Woche wirbt zum 24. Mal für ein tolerantes und weltoffenes Miteinander

Flüchtlingen in Velten ein Lächeln geschenkt

Zugezogene: In einer Aktion wurde deutlich, dass die meisten Veltener Vorfahren haben, die irgendwann einmal nach Deutschland geflüchtet sind.
Zugezogene: In einer Aktion wurde deutlich, dass die meisten Veltener Vorfahren haben, die irgendwann einmal nach Deutschland geflüchtet sind. © Foto: MZV
Kristin Hoell / 27.07.2016, 07:25 Uhr
Velten (HGA) Bereits seit 24 Jahren setzt sich die Initiativgruppe gegen Gewalt und Rassismus in Velten mit der Mixed-Pickels-Woche für ein tolerantes Miteinander ein. Unter dem Motto "Bleibt bloß hier! Flüchtlinge willkommen" startete die abwechslungsreiche Woche am Montag in die nächste Runde.

Mit viel Elan und Einfallsreichtum wurden die rund 200 begeisterten Zuschauer während der Eröffnungsveranstaltung unterhalten. Barbara Duss sorgte mit Akkordeon und jiddischem Gesang für Stimmung, die jungen Tänzer von Chico el Littlefuss hielten die Zuschauer mit spektakulären Choreografien in Atem, Steffen Barthels erheiterte mit einem humorvollen Sketch.

Trotz all des Klamauks und der guten Laune wurde jedoch der ernste Hintergrund der Veranstaltung nicht aus den Augen gelassen: Der Einsatz gegen Gewalt und Rassismus. Die Jugendlichen, die die Mixed-Pickels-Woche mitorganisiert haben oder an ihr teilnehmen, haben einen Plan für die Woche: Jedem, dem sie begegnen, ein Lächeln schenken. Sie wollen einander näherkommen, sich gegenseitig verstehen, vielleicht sogar Freunde werden. Während der Eröffnung machen sie deutlich, dass die wenigsten, die sich heute als Deutsche verstehen, tatsächlich aus Deutschland stammen. Biografien bekannter "Deutscher" werden kurz angerissen - Lukas Podolski, Peter Maffay, Helene Fischer, Roberto Blanco, sie alle wären nicht die, die sie heute sind, wenn Deutschland sie oder ihre Familien abgewiesen hätte. Flüchtlinge, die heute nach Deutschland kommen und Frieden suchen, verdienen ebensolche Gastfreundschaft, so der Tenor der Organisatoren.

Bei spielerischen Aktionen wie der Zirkus-Schule, Diskussionsrunden und verschiedenen Workshops werden Menschen verschiedener Kulturen auf dem Platz zwischen Ofen-Stadt-Halle und Markt bis Freitagabend zusammengebracht.

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