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Eine Skulpturenkette am Radweg

© Foto: Rudi Meitner
Sabine Rakitin / 15.09.2016, 06:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Im kommenden Jahr geht das deutsch-polnische Bildhauersymposium in Biesenthal in seine fünfte Runde. Die alle zwei Jahre stattfindende "Werkstatt im Freien" soll allerdings etwas anders konzipiert werden.

"Into the Blue" (In's Blaue hinein) wird das Thema des deutsch-polnischen Bildhauersymposiums 2017 sein. Und wie in den Jahren zuvor sollen acht Künstler - vier aus Polen, vier aus Berlin/Brandenburg - zwei Wochen lang gemeinsam auf dem Schlossberg an ihren Skulpturen arbeiten. Bei Bedarf kann der Aufenthalt in Biesenthal auch noch um eine weitere Woche verlängert werden.

Bislang war es immer so, dass die bei dem Symposium entstandenen Skulpturen für zwei Jahre als Leihgabe in Biesenthal blieben und einen Platz im öffentlichen Stadtbild erhielten. Nun haben die Organisatoren der "Werkstatt im Freien", Anne Schulz vom "Steinwerk" und Isabel Garcia für den Verein "Kultur im Bahnhof" (KiB) andere Pläne. "In Zukunft sollen alle im Symposium entstandenen Skulpturen als Dauerleihgabe erworben werden", erklärte Anne Schulz jüngst den Mitgliedern des Biesenthaler Hauptausschusses. Entlang des Fernradweges Berlin-Usedom soll so eine "sichtbare Skulpturenkette" entstehen.

Biesenthal wird künftig jeweils fünf der entstandenen Werke zuerst in der Stadt aufstellen und nach zwei Jahren zum endgültigen Verbleib an den Radweg versetzen. Doch sie bleibt nicht allein, sondern bekommt Partnerstädte, die jeweils drei Skulpturen finanzieren und übernehmen. Das sind Bernau (2017), Panketal (2019), Berlin-Schlossplatz als Startpunkt des Fernradweges (2021). Dann geht es wieder zurück in den Barnim Richtung Norden - nach Joachimsthal.

Die Schorfheide-Stadt, so erzählte Anne Schulz, wollte in das deutsch-polnische Bildhauersymposium generell mit einsteigen und es wechselnd mit Biesenthal alle zwei Jahre ausrichten. "Aber das möchten wir nicht. Wir finden, die Werkstatt im Freien gehört nach Biesenthal", ist sie sich mit Isabel Garcia vom Bahnhofsverein einig. Die Fraktionsspitzen der Stadtverordnetenversammlung unter Vorsitz von Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) stimmten den beiden Frauen zu.

Das fünfte Bildhauersymposium, das vom 3. bis 16. September 2017 stattfinden wird, kommt auf Gesamtkosten von knapp 36000 Euro. Darin sind 16000 Euro als Aufwandsentschädigung für die Künstler enthalten, die ihre Skulpturen als Dauerleihgaben zur Verfügung stellen. Im Falle des Biesenthaler Anteils daran - fünf Skulpturen á 2000 Euro - werde die Stadt keine Kosten haben. "Wir wollen die Aufwandsentschädigungen über Skulpturenpaten finanzieren", erklärt Anne Schulz. Im November will sie potenzielle Sponsoren in das Steinwerk einladen und ihnen das Konzept vorstellen.

Auf die Partnerstadt Bernau käme zur Finanzierung ihrer drei Skulpturen ein Anteil von 6000 Euro zu - zuzüglich der Kosten für Transport, Aufstellung, Fundament, Verdübelung und Pflege der Kunstwerke für die Dauer von zwei Jahren. Außerdem wolle die Nachbarkommune eine Begleitausstellung zur Werkstatt im Freien zeigen und übernehme die Pressearbeit, erklärte Anne Schulz zufrieden.

Um die Gesamtkosten des Bildhauersymposiums zu decken, wird die Stadt Biesenthal 12000 Euro in den Etat 2017 einstellen. Der KiB-Verein stellt 4000 Euro Eigenmittel zur Verfügung. Rechnen können die Organisatoren auch mit Zuschüssen des Landkreises und des Brandenburger Kulturministeriums.

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