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Eine Heimstatt der Kunst

Kuratorin Sabine Voerster bereitet schon die nächste Ausstellung vor.
Kuratorin Sabine Voerster bereitet schon die nächste Ausstellung vor. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 23.09.2016, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Sanfte Hügel, eine grüne Einbettung und eine gewachsene Kulturszene machen beispielsweise den Charme der behutsam wachsenden Kleinstadt Biesenthal aus. Zur Stadt gehört auch die Galerie im Rathaus, die das Jahr 2016 ins Zeichen ihres zehnjährigen Bestehens stellt.

Ließe sich der Begriff Kleinod noch steigern, die Biesenthaler sollten ein Patent darauf anmelden. Das historische Rathaus mit seiner Schwarzküche und den kräftigen Balkendecken versetzt den Besucher schon in Erstaunen, die Rathaus-Galerie bewirkt einen nochmaligen Aha-Effekt. "Diese Galerie bietet die Möglichkeit, aus dem Alltag herauszutreten, die Bilder zu betrachten und damit etwas zu entdecken, was einen zur Ruhe bringt", beschreibt Galerie-Kuratorin Sabine Voerster den Effekt, den ihre Gäste immer wieder verspüren, wenn sie das historische Gebäude betreten. Aktuell läuft noch bis zum 11. November die Jubiläumsausstellung "10x10=100". Auf 115 Werken im Kleinformat bietet sich die Möglichkeit, ganz unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen zu entdecken.

Entstanden ist die Idee aus der Absicht heraus, den Künstlern eine Anfrage zu schicken, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre mit ihren Werken in der Biesenthaler Galerie gastierten beziehungsweise dieser nahestanden. Das inhaltliche Fazit dieser Zeit formuliert Sabine Voerster so: "Der Standort hat sich zweifelsfrei hervorragend bewährt. Unsere Ausstellungen werden regelmäßig zu Festen." Auch habe sich ein fester Freundeskreis gebildet, der aus Künstlern und Freunden der Kunst bestehe. Allerdings konnten noch nicht alle Biesenthaler überzeugt werden, den Weg in die Ausstellung zu finden, aber ein stetiger Zulauf sei spürbar. "Wenn beispielsweise der Weihnachtsmarkt läuft, dann kommen Gäste ganz gezielt in die Ausstellung, um sich überraschen zu lassen."

Noch wichtig sind die Möglichkeiten, die sich aus der Lage direkt am Radwanderweg Berlin-Usedom ergeben. Radler pausieren gern in Biesenthal und entdecken dann die schönsten Seiten des Ortes, zu denen die Galerie fraglos gehört. Dem trug beispielsweise im Sommer 2011 die Ausstellung "Fahr Rad" Rechnung, eine Hommage an die Landschaft Brandenburgs am Fernradweg nach Usedom.

Als die Galerie vor zehn Jahren startete, lag der inhaltliche Schwerpunkt darauf, Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler der Region zu schaffen. Auch internationale Kunst, beispielsweise aus Dänemark und Polen, wurde ganz bewusst gezeigt. In der Zukunft soll das so bleiben. Einschränkungen sind nicht geplant, wie Sabine Vorerster verspricht. "Wir wollen die Galeriearbeit weiter professionalisieren. Dazu gehört beispielsweise, die Beleuchtung zu verbessern. Inhaltlich halten wir am Konzept fest und verstetigen beispielsweise die Kooperation mit den Künstlern, die in den Schulen mit Schülern arbeiten."

Ab dem 18. November ist demnächst eine Ausstellung über Kunst mit Kindern zu sehen. In der Bilanz der Galerie darf übrigens die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Biesenthal und dem Tourismusverein nicht fehlen. Die Stadt fördert ihr Kleinod auch finanziell.

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