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Baitzer Heizer sorgen für wohlige Wärme

Bärbel Kraemer / 11.10.2016, 12:08 Uhr
Baitz (MZV) Pünktlich zum Beginn der Heizperiode hat die Genossenschaft der "Baitzer Heizer" in der vergangenen Woche ihr mit Holzhackschnitzeln betriebenes Heizwerk in Betrieb genommen.

Zur Kesseltaufe war nicht nur das halbe Dorf auf den Beinen. Mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) und Landrat Wolfgang Blasig (SPD) hatte sich hoher Besuch eingefunden, der dem Model- und Pilotprojekt der "Baitzer Heizer" Lob und Anerkennung zollte.

Im Dorf, Baitz ist ein Ortsteil der Stadt Brück, leben derzeit 169 Menschen in 67 bewohnten Häusern. Die Genossenschaft wiederum zählt aktuell 24 Mitglieder, von denen 21 bereits einen Wärmelieferungsvertrag mit der 2014 gegründete Genossenschaft abgeschlossen haben.

Dietmar Bölke vom Vorstand der Genossenschaft erklärt: "Darüber hinaus erhalten sieben weitere Anschließer Wärme und für zwei Häuser ist ein späterer Anschluss über ein bereits installiertes "T-Stück' mit geringem Aufwand möglich. 58 Prozent der Haushalte, bezogen auf die örtlichen Heizleistungen, werden jetzt mit regenerativer Wärme versorgt."

Im neuen Heizhaus am Ortsausgang in Richtung Bahnhof sorgen zwei Holzhackschnitzelkessel mit einer Leistung von 500 Kilowatt und 250 Kilowatt für wohlige Wärme und ein Warmwasserspeicher mit 24 Kubikmetern Fassungsvermögen für heißes Wasser in diesen Haushalten. Damit die Kessel während der Sommermonate nicht betrieben werden müssen, folgt demnächst auf dem Dach des Heizhauses die Montage einer Solaranlage. Profitieren konnte die Genossenschaft bei der Umsetzung ihres Projekts vom zeitgleich stattfindenden Ausbau der Kreisstraße durchDadurch wurden bei der Verlegung der 1.668 Meter langen Heiztrasse durch das Dorf Kosten gespart.

Die Realisierung des 1.160.000 Euro teuren Modellprojekts der "Baitzer Heizer" wurde innerhalb von nur sechs Monaten, von April bis Oktober 2016, verwirklicht. 70 Prozent dieser Summe wurden aus diversen Fördertöpfen gedeckt, sodass die Genossenschaft Eigenmittel in Höhe von 142.000 Euro aufbringen musste.

"Das Projekt zeigt, was mit dem richtigen Gespür und mit Weitblick möglich ist, wenn gut miteinander gesprochen wird", zollte Landrat Wolfgang Blasig den Genossenschaftsmitgliedern seinen Respekt. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber wiederum lobte das Projekt der Baitzer als "wichtigen Baustein zur Energiewende". Nach Aussage von Dietmar Bölke werden mit der Inbetriebnahme des Heizwerks etwa 90.000 Liter Heizöl und Gas im Dorf nicht mehr gebraucht, während die Befeuerung desselben ausschließlich mit naturbelassenen Holzhackschnitzeln aus der Region erfolgt. "Damit sind wir eigener Produzent, eigener Lieferant und eigener Abnehmer", so Bölke und ergänzt: "Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region."

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