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Biesenthal-Barnim zeichnet Ehrenamtler aus

Die ehrenamtlich Tätigen bereiten Dorffeste vor, setzen sich für den Erhalt historischer Gebäude ein und engagieren sich in Sportvereinen und bei der freiwilligen Feuerwehr.
Die ehrenamtlich Tätigen bereiten Dorffeste vor, setzen sich für den Erhalt historischer Gebäude ein und engagieren sich in Sportvereinen und bei der freiwilligen Feuerwehr. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 18.10.2016, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Premiere im Amt Biesenthal-Barnim: Beim ersten Ehrenamtstag wurde in der "Wehrmühle" den Einwohnern gedankt, die sich in den Gemeinden, Vereinen und Organisationen auf besondere Weise engagieren.

"Wer sich für andere Menschen und gemeinnützige Anliegen engagiert und soviel Gutes im Hintergrund leistet, hat besondere Wertschätzung verdient" - mit diesen Zeilen hatte Amtsdirektor André Nedlin seine Einladung zu der kleinen Feierstunde überschrieben.

In seiner Rede ging er dann zunächst auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit ein. "Jeder Ort braucht Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich Aufgaben zu übernehmen. Ohne sie wären unsere Gemeinden und das Amt Biesenthal-Barnim nicht das, was sie heute sind", betonte Nedlin. Direkt an die ehrenamtlich tätigen Bürger gewandt, sagte er: "Ihnen soll heute gezeigt werden, dass Sie uns wichtig sind und dass wir Ihnen auf Herzlichste für Ihren selbstlosen Einsatz danken".

Das Ehrenamt, versuchte der Amtsdirektor eine Definition, bedeute gelebte Solidarität und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für den Mitmenschen. In vielen Bereichen würde buchstäblich "das Licht ausgehen", wenn es nicht den persönlichen und unmittelbaren Einsatz von etwa jedem dritten Bürger der Bundesrepublik Deutschland geben würde.

Darüber hinaus, so Nedlin weiter, gehöre zum Ehrenamt aber auch das Handeln auf Grund von Wertvorstellungen, die für die Gesellschaft unabdingbar sind und den sozialen Zusammenhalt ausmachten. In der schnelllebigen Zeit gerieten diese allzu oft in Vergessenheit. "Ehrlicherweise muss ich häufig, auch bei mir selbst, feststellen, dass wir vieles im täglichen Leben und in der Hektik des Alltags als selbstverständlich ansehen, weil es immer funktioniert hat", so der Verwaltungschef.

Die Arbeit mit den Menschen ist nach Auffassung des Biesenthal-Barnimer Amtsdirektors auch ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Viele, die sich in ihrer Freizeit engagierten, hätten sicher die Erfahrung gemacht, dass sie auch etwas von den Menschen, für die sie sich einsetzen, zurückbekommen - und wenn es nur ein flüchtiges Lächeln sei. Meistens ernteten sie aber viel mehr, betonte Nedlin und nannte als Beispiele das Backofenfest in Danewitz, den Karneval in Melchow und das Schlossparkfest in Breydin. Auch für den Erhalt historischer Gebäude, wie der Fachwerkkirche in Tuchen oder dem Biesenthaler Kulturbahnhof, setzten sich Menschen ein. Andere wiederum hätten sich der nachhaltigen Entwicklung der Heimat und dem Schutz der Natur verschrieben. Darüber hinaus wirkten in vielen Orten auch Fördervereine, die sich für Schulen, Kindertagesstätten, Kirchen und die Kultur stark machten. "In der Kinder- und Jugendarbeit sind viele, gerade junge Menschen aktiv, organisieren das Rock-Festival, leiten Gruppen an und gestalten, wie gerade in Melchow, das Ortsbild", betonte Nedlin.

Abschließend appellierte der Amtsdirektor an die ehrenamtlich tätigen Menschen, in ihrem Wirken nicht nachzulassen. Die Gesellschaft sei auch künftig auf das Ehrenamt angewiesen. "Für Sie mag all das, was Sie für beziehungsweise in Ihren Gemeinden geleistet haben, selbstverständlich und Ausdruck Ihres Pflichtgefühls gewesen sein. Für unsere Kommunen ist Ihr Wirken aber ein Glücksfall, dessen Dimensionen wir uns jeden Tag bewusst machen sollten", schloss Nedlin seine Ausführungen.

Bei einem Abendessen und einen gegenseitigen Kennenlernen klang der Abend in der "Wehrmühle" mit musikalischer Begleitung aus.

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