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Freude über Fördermittel

391 300 Euro Fördergeld bringt Minister Jörg Vogelsänger (l.) nach Werneuchen. Bürgermeister Burkhard Horn und Britta Müller sind begeistert.
391 300 Euro Fördergeld bringt Minister Jörg Vogelsänger (l.) nach Werneuchen. Bürgermeister Burkhard Horn und Britta Müller sind begeistert. © Foto: MOZ/Hans Still
Sabine Rakitin und Hans Still / 22.10.2016, 08:00 Uhr
Biesenthal/Werneuchen (MOZ) Die Städte Biesenthal und Werneuchen erlebten einen Freitagnachmittag nach Maß: Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) beehrte die Bürgermeister mit einem Förderscheck in der Hand. Seine Botschaft: Die ländliche Entwicklung lässt keine EU-Gelder verfallen.

Im Dienstzimmer des Werneuchener Bürgermeisters Burkhard Horn wurde es am Freitagnachmittag eng. Torsten Jeran, Regionalmanager der LAG Barnim, und Holger Lampe vom Kreisbauernverband hatten gemeinsam mit Vogelsänger, seinen Mitarbeiterinnen von der ministerialen Förderstelle und Bürgermeister Horn Platz am schmalen Tisch genommen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Müller komplettierte die Runde, die in aufgeräumter Stimmung bei Kaffee und belegten Brötchen plauderte und damit einen einvernehmlichen Schlusspunkt unter einem schon vor fünf Jahren ausgestellten Wunschzettel setzte. "Bei jedem Dorffest in Hirschfelde wurde ich gefragt, wann endlich der Radweg nach Werneuchen wiederbelebt wird", erzählte Horn mit Zufriedenheit im Blick.

Letztlich geht es um eine 3,4 Kilometer lange Strecke - einer alten Verbindungsstraße zwischen beiden Orten, die Mitte der dreißiger Jahre gekappt wurde, weil der Flugplatz und der Bau einer Jagdfliegerschule Vorrang bekam. Über eine halbe Million Euro kostet die Neuauflage dieser Verbindung, die ausschließlich Radfahrern und Wanderern zur Verfügung stehen soll. "Diese Förderperiode läuft gerade richtig an", ergriff der Minister kurz das Wort, Ruhe kehrte ein. Schließlich trug Vogelsänger 391 300 Euro nach Werneuchen. Seit 2014 seien 300 Förderbescheide aus dem Programm für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Umwelt bewilligt worden. Bis 2018 stehen insgesamt 960 Millionen Euro zur Verfügung, monatlich bearbeite die Bewilligungsstelle Fördersummen in Höhe von zwölf Millionen Euro. "Wir lassen keine EU-Gelder für den ländlichen Raum verfallen", postulierte Vogelsänger und suchte diesem Satz zusätzliche Bedeutung zu verleihen. "Europa guckt jetzt auf das Werneuchener Projekt."

Der 2,50 Meter breite Radweg werde vor allem Radtouristen "Sicherheit bescheren", sagte Horn. Diese müssten jetzt noch die viel befahrene Bundesstraße nutzten. Und auch die Schulkinder sollte nun sicherer per Rad ihre Schule in Werneuchen erreichen.

Eine gute Stunde später traf Minister Vogelsänger in Biesenthal ein - im Gepäck einen Zuwendungsbescheid über 64600 Euro Fördermittel für die Stadt - bereitgestellt von EU und Land. Für insgesamt rund 89500 Euro will die Stadt den zerfahrenen und unattraktiven Ortseingang am Langerönner Weg umgestalten. Und da dieser direkt an den Radweg Berlin-Usedom grenzt, gehören geordnete Fahrwege, Pkw-Stellplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie Sitzgruppen und Infotafeln zu dem Projekt.

Es seien die ersten Fördermittel aus dem Programm zur ländlichen Entwicklung in diesem Jahr, freuten sich Amtsdirektor André Nedlin und Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch. Zwei weitere Anträge sind gestellt. Zum einen hoffen sie auf Förderung eines Rundweges am Wukensee, zum anderen auf Unterstützung zur Umfeldgestaltung am Grünen Weg.

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