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Mit der Stadt eng verbunden

Halten Biesenthals Geschichte in Ehren: Gertrud Poppe, Otto Rogge und Ilse Döring (v.l.) sind dem Heimatverein seit seiner Gründung im Jahre 1991 treu.
Halten Biesenthals Geschichte in Ehren: Gertrud Poppe, Otto Rogge und Ilse Döring (v.l.) sind dem Heimatverein seit seiner Gründung im Jahre 1991 treu. © Foto: MOZ/Sabine Rakitin
Sabine Rakitin / 31.10.2016, 06:47 Uhr
Biesenthal (MOZ) Sein 25-jähriges Bestehen seit der Neugründung 1991 feierte der Heimatverein Biesenthal am Freitag. Vorsitzender Hans-Georg Wieser erinnerte an die lange Tradition, die der Einsatz engagierter Bürger für ihre Stadt in Biesenthal hat. Bereits im Januar 1908 gründete ein Apotheker den "Verein zur Förderung der allgemeinen Interessen der Stadt Biesenthal", der sich nicht nur um die Pflege der Geschichte kümmerte und das erste Heimatmuseum eröffnete, sondern auch um die Förderung des Fremdenverkehrs.

Viel später, im Jahre 1965, versuchte die "Interessengemeinschaft Heimatfreunde" erneut, Exponate für eine Ausstellung zur Geschichte Biesenthals zu sammeln. Die Exposition wurde zwar 1966 eröffnet, wenig später aber wieder aufgelöst. Private Initiativen wie die "Heimatfreunde" waren der DDR bekanntlich suspekt.

Der dritte Anlauf, die Gründung des Heimatvereins am 11. Oktober 1991, war bis heute erfolgreich. 1995 eröffnete der Verein die "Heimatstube" im Alten Rathaus. Später kamen zwei Ausstellungsräume auf dem Gelände der "Grundschule am Pfefferberg" hinzu. Der Heimatverein engagierte sich für die Wiederbelebung des historischen Schlossbergs, erforschte die Geschichte der Bahnhofstraße und macht immer wieder mit neuen Ausstellungen von sich reden.

Der "Pflege des sozialen Zusammenhalts in einer Zeit der überbordenden Macht des Geldes und der Ellenbogenmentalität" fühlen sich die 30 Mitglieder des Vereins verpflichtet, sagt Vorsitzender Wieser. "Ohne die Spenden der Bürger und der Betriebe und ohne die Unterstützung des Bauhofes wäre unser Wirken nicht möglich gewesen", ist er überzeugt. Wie viele Vereine hat auch der Biesenthaler Nachwuchssorgen. Deshalb bittet Wieser "um gesellschaftliche Unterstützung. Jeder ist uns willkommen, Alteingesessene und neu Zugezogene", sagt er. "Gehen wir weiter aufeinander zu und bündeln unsere Kräfte zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger!" Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) kann den Aufruf nur unterstützen, "damit die Geschichte unseres Ortes bewahrt bleibt".

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