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Ziel ist die Entschärfung der L200 bis zum Weiterbau des Radwegs / Entscheidung zur Verbindung nach Eberswalde noch vertagt

Biesenthal beantragt Tempolimit

Ziel ist die Entschärfung der L200 bis zum Weiterbau des Radwegs / Entscheidung zur Verbindung nach Eberswalde noch vertagt
Ziel ist die Entschärfung der L200 bis zum Weiterbau des Radwegs / Entscheidung zur Verbindung nach Eberswalde noch vertagt © Foto: Rudi Meitner
Olav Schröder / 04.11.2016, 22:01 Uhr
Bernau (MOZ) Um die Sicherheit der Radfahrer auf der L200 zwischen Wullwinkel und Biesenthal zu erhöhen, haben sich die Stadtverordneten für ein durchgängiges Tempolimit auf diesem Abschnitt ausgesprochen. Es soll so lange gelten, bis der geplante Radweg dort fertig ist.

Auf Grundlage des einstimmigen Beschlusses vom Donnerstagabend kann die Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim das Tempolimit jetzt bei der Verkehrsbehörde des Landkreises beantragen. Im Kreuzungsbereich der L200 mit der Berliner Chaussee und in Höhe der Wohnsiedlung Wullwinkel gilt bereits eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Die Stadtverordneten haben sich auf Antrag von Bündnis-90/Die Grünen jetzt dafür ausgesprochen, auf der 1,3 Kilometer langen freien Strecke dazwischen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 80 Stundenkilometern auszuweisen, und zwar bis der Radweg von Wullwinkel bis Biesenthal gebaut ist. Am vergangenen Wochenende waren rund 400 Radfahrer dem Aufruf der Lokalen Agenda gefolgt und hatten sich mit einem Korso auf der Landstraße für dieses Ziel eingesetzt. Der Tod eines Radfahrers am Ortseingang von Wullwinkel, so heißt es jetzt auch in der Beschlussbegründung der Stadtverordneten, zeige, wie gefährlich die Straße ist.

Andreas Krone von den Bündnisgrünen verbindet mit dem Beschluss die Hoffnung, dass auf der Strecke nicht mehr so rasant gefahren werde. Dass sich nicht alle an ein Tempolimit halten werden, sieht auch Margitta Mächtig (Linke) so. Falls jedoch ein Unfall geschehe und das Tempolimit nicht eingehalten wurde, werde dieser jedoch ganz anders gewertet.

Bis zur nächsten Sitzung vertagt haben die Stadtverordneten eine Entscheidung zum Bau eines Radwegs zwischen Biesenthal über Melchow und Spechthausen nach Eberswalde. Wie Amtsdirektor André Nedlin sagte, gehe es dabei zunächst um eine Grundsatzentscheidung zur Beteiligung an dem Projekt. Damit verbunden wäre, einen Fördermittelantrag über den Stadt-Umland-Wettbewerb zu stellen und die dafür notwendigen Eigenmittel einzuplanen.

Die Initiative für den Radweg geht von der Stadt Eberswalde aus, die den Radweg 2017 und 2018 realisieren möchte. Dass sich Biesenthal an dem Projekt beteiligen sollte, wenn die Kreisstadt es in Angriff nimmt, trifft auch bei den Biesenthaler Stadtverordneten auf Zustimmung. Vorab wollten sie jedoch noch Fragen unter anderem zur Qualität und Breite des Radwegs beantwortet haben.

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