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Briten unter Druck: Parthenon-Fries soll zurück

29.07.2008, 12:48 Uhr
Athen () Griechenland und auch Italien setzen Großbritannien weiter unter Druck, den antiken Parthenon-Fries zurückgeben: Vom 23. September an sollen im Erdgeschoss des halbfertigen neuen Akropolis- Museums in Athen zahlreiche antike Kulturschätze ausgestellt werden, die Museen aus aller Welt an Italien und Griechenland zurückgegeben haben. Darunter ist ein goldener Kranz aus der Zeit des mazedonischen Königs Philipp II. und eine Vase aus der Zeit der Etrusker von unschätzbarem Wert. Damit wollen Athen und Rom deutlich machen, dass es keinen anderen Weg als die Rückkehr aller wichtigen Gegenstände in ihren Heimatländer gebe.

"Es ist ein kulturelles Verbrechen diese Gegenstände zu entwenden und sie nicht zurückzugeben", sagte der Präsident des neuen Museum der Akropolis, Dimitris Pandermalis, der griechischen Presse weiter. 56 der 96 Platten des Parthenon-Frieses befinden sich bis heute im Britischen Museum in London.

"Immer mehr Menschen begreifen, dass die entwendeten Gegenstände aller Art in ihre natürliche Umgebung gehören", sagte Evgeneia Kalogeratou, Architektin im griechischen Kulturministerium, der Deutschen Presse-Agentur dpa, am Dienstag. Mit der für Ende 2008 vorgesehenen offiziellen Eröffnung des neuen Museums unterhalb der Akropolis gebe es keine Entschuldigung mehr für das Britische Museum, hieß es.

Der britische Botschafter im damaligen Konstantinopel (heute Istanbul), Lord Elgin, hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile des Parthenons und anderer Denkmäler der Akropolis demontieren und nach England bringen lassen. Athen fordert seit mehr als einem Vierteljahrhundert deren Rückgabe. Der Parthenon ("Jungfrauengemach") ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenland. Sollten die Friesteile nicht zurückgegeben werden, wollen die Griechen die fehlenden Teile zwischen den echten als verschwommene Duplikat-Hologramme präsentieren.

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