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Landkreis sucht weiter nach Lösung / Künftige Nutzung des Gebäudes unklar

Ideen für Schloss Freienwalde fehlen

Steffen Göttmann / 10.01.2017, 05:14 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Schloss Freienwalde befindet sich in tiefem Winterschlaf. Schnee bedeckt Rasenflächen, Wege und Rabatten. Im Schloss sind die Rollos heruntergelassen. Das Museum ist auf den Beschluss des Kreistages hin zum Jahresende geschlossen worden. In welcher Form des Schloss wieder öffnet und ob überhaupt, steht noch nicht fest.

"Wir hoffen, dass wir bis März eine Lösung gefunden haben", sagte Friedemann Hanke (CDU)auf Anfrage. Derzeit sei ohnehin Winterpause, zu dieser Zeit war das Schloss immer geschlossen. Mit dem bisherigen Personal kann es nicht weitergehen. Alle geringfügig Beschäftigten wurden entlassen, Festangestellte sind zur Kreisverwaltung nach Seelow umgesetzt worden.

"Wir stellen die Besichtigung der Walther-Gedenkstätte sicher", sagte der Erste Beigeordnete. Ferner werde es wohl im Oktober eine Ausstellung zum 150. Geburtstag von Walther Rathenau geben. Rathenau war am 29. September 1867 zur Welt gekommen und am 24. Juni 1922 von Freischärlern der rechtsgerichteten Organisation Consul ermordet worden. 1909 kaufte Rathenau Schloss Freienwalde und baute es so um, wie es heute aussieht. Die Hauptfeierlichkeiten werden in Berlin stattfinden.

Ende des Monats wird Schloss-Kastellan Reinhard Schmook in Ruhestand gehen, als Geschäftsführer der Walther-Rathenau-Stift GmbH bleibt er für die Gedenkstätte verantwortlich und wird die Ausstellung vorbereiten. Der Gesellschaft gehören die Ausstellungsstücke sowie das Walther-Rathenau-Archiv und die Bibliothek, die im Gärtnerhaus untergebracht sind, das bisher auch die Verwaltung beherbergte.

Entscheidende Frage sei, wie der Landkreis den Zugang zur Walther-Rathenau-Gedenkstätte gewährt. Darauf suche der Landkreis bis März eine Antwort, erklärte Hanke. Die Verhandlungen mit der Stadt Bad Freienwalde führten bisher zu keinem Ergebnis. Idee sei auch gewesen, das Oderlandmuseum ins Schloss zu überführen, damit alle Museumsgüter an einem Ort zusammenzuführen. "Das Gebäude wird nicht besser, wenn wir es nicht nutzen", sagte der Erste Beigeordnete und fügte hinzu: "Die ganze Situation ist unbefriedigend".

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