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Junior-Crosslauf im Schnee

Jörg Matthies / 18.01.2017, 20:24 Uhr
Schwedt (MOZ) Rote Jacken und gelbe Lauf-Shirts bestimmten das Bild bei der ersten von drei Stationen des diesjährigen Junior-Cross-Cups des Leichtathletikkreises Uckermark und der Uckermärkischen Dienstleistungsgesellschaft.

Fortuna Schmölln und die gastgebenden Schwedter Hasen schickten 43 der insgesamt 58 Starter auf die Strecken.

20-mal so weit wie bei der 2017er-Premiere des UDG-Cups wollen in acht Monaten die Gauß-Gymnasiasten Justin Voeltz, Michael Netzlaw und Niklas Zaert laufen. "Wir wollen so intensiv trainieren, dass wir im September den Marathon beim Schorfheidelauf in Altkünkendorf erfolgreich absolvieren können. Unser Sportlehrer Uwe Wallura hat uns dazu motiviert." So waren die 2000 Meter im Külzviertel für das Trio nur ein leichter Aufgalopp - allerdings hatte es dieser Cross durchaus in sich.

Die gastgebenden Schwedter Hasen mussten sich beim Blick auf die vereiste Tartanbahn eine Alternative einfallen lassen. "Wir haben einfach am Rande des Rasenplatzes, der durchaus stumpf genug zum Laufen ist, eine neue Streckenführung mit Kegeln gekennzeichnet. Dann geht es noch den Hügel hoch und auf der kleinen Anhöhe neben dem Platz wieder zurück zu Start und Ziel", erklärte Heike Sternkiker von den "Hasen". Diese 500 Meter lange Runde war von den Jüngsten einmal zu bewältigen, bei den Größten ging es später viermal um dieses Oval.

Die Strecke bewältigte auch Marija Japundzic aus Serbien, die in diesem Schuljahr als Austauschschülerin am Schwedter Gauß-Gymnasium lernt und im Übrigen bereits exzellent Deutsch spricht.

Die vielen Helfer vom Blau-Weiß-Verein hatten die Organisation bestens im Griff. In der Külzviertel-Halle waren die Meldebögen übersichtlich mit blau für die Jungen-Altersklassen und mit Rot für die Mädchen markiert. Immerhin wird beim Junior-Cross-Cup jeder Jahrgang für sich gewertet, was einiges an Übersicht erfordert. Dafür verzichteten die Schwedter auf eine Zeitnahme, registrierten lediglich die Platzierungen. Über 500 m lagen am Ende zweimal Sportler von Fortuna Schmölln und den Schwedter Hasen an der Spitze.

Ganz schnell vorbei war dieser Lauf für die erst zweijährige Hanna: Als sie etwa 20 Meter nach dem Start in ihrer dicken "Montur" hinfiel, war ihr jegliche Lust ans Laufen vergangen. Aber für das Erlernen des unbedingten Kampfgeistes hat sie ja noch jede Menge Zeit.

Den festen Willen, trotz des eisigen Windes und den Temperaturen knapp unter Null (allerdings weitgehend bei Sonnenschein), den Lauf durchzustehen, setzten knapp 60 Mädchen und Jungen in die Tat um. Als Allererster war Richard Müller aus Schmölln nach 500 Metern im Ziel. Mit viel gutem Zureden und von der Mama auf den letzten Metern sogar getragen, kam die kleine Emma Jankow am Ausgangspunkt an. In die Bresche sprang ihr Bruder Tim, der als Erster auf der 1000-Meter-Strecke - also nach zwei Külzviertel-Runden - über die gedachte Ziellinie lief. "Es ging so mit der Glätte", urteilte er, nachdem er einmal kräftig durchgeschnauft hatte. Auch für ihn ging es schnell ab ins Warme, heißer Tee stand auch bereit.

Die U-12-Läufer hüpften indes noch einmal kräftig zur Erwärmung vor dem Start. Dann ging die Jagd der 17 Drei-Runden-Teilnehmer los. Friedrich Müller (2006/Schmölln) und Rio Sternkiker (Hasen/2007) lieferten sich zweieinhalb Runden lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze, dann spurtete der Oderstädter doch noch zum deutlichen Erfolg. Den gab es für einen anderen "Hasen" in äußerst souveräner Manier auch über zwei Kilometer: Paul Koppermann enteilte der Konkurrenz deutlich. Und was war mit den künftigen Marathonläufern: Das Trio schlug sich sehr wacker und zählte unter den 16 Startern zum besten Drittel. Nun soll zwei- bis dreimal pro Woche trainiert werden - auf Wiedersehen in Altkünkendorf!

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Regionalsport Emma Jankow Kegeln Paul Koppermann Cross

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