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Initiative fordert Pferdeverbot im Umzug

Als Fluchttiere bedeutet die Teilnahme für Pferde Stress, argumentiert eine Schutzinitiative.
Als Fluchttiere bedeutet die Teilnahme für Pferde Stress, argumentiert eine Schutzinitiative. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 19.05.2017, 07:55 Uhr
Bernau (MOZ) Die Pferdeschutz-Initiative 2015 hat die Stadt Bernau aufgefordert, den Einsatz von Pferden im historischen Umzug zum Hussitenfest am Sonnabend, 10. Juni, zu verbieten. Der Einsatz in Festumzügen sei für die Pferde, aber auch für Menschen gefährlich und deshalb aus Tierschutz- und Sicherheitsgründen zu untersagen.

Zwar werde für die Sicherheit und Ordnung im Vorfeld und natürlich auch während des Festumzugs alles getan, heißt es in der Mitteilung der Initiative aus Hennef in Nordrhein-Westfahlen. Aber trotzdem gebe es bei Festumzügen durch den Einsatz zahlreicher Pferde immer wieder Verletzungen bei Zuschauern, Teilnehmern der Umzüge sowie auch bei den Pferden. Dies sei vermeidbar.

"Pferde können beim geringsten Anlass erschrecken, steigen, scheuen, austreten, in Panik geraten, durchdrehen und unkontrolliert davonstürmen", sagt Brigitte Kübbeler, Sprecherin der bundesweit tätigen Pferdeschutz-Initiative 2015. "Dadurch gefährden sie sich, ihren Reiter und andere." Ihr Einsatz sei unverantwortlich. Selbst gute und erfahrene Reiter oder Kutscher könnten in brenzligen Situationen Unfälle nicht verhindern.

Der Bernauer Dezernent Eckhard Illge verweist darauf, dass die Zahl der Pferde im Festumzug auf ein Minimum reduziert sei. Die Sicherheit der Umzugsteilnehmer, Zuschauer und Pferde stehe an erster Stelle. Die Stadt habe hierfür ein Sicherheitskonzept erarbeitet.

Bei dem Umzug zum Hussitenfest kommen in diesem Jahr zehn Pferde zum Einsatz. Dabei handele es sich um erprobte Tiere, die stressbeständig seien und sich auch auf Veranstaltungen mit vielen Menschen bewährt hätten.

Pferde seien von Natur aus Flucht tiere, für die ein Festumzug purer Stress bedeute, argumentiert die Pferdeschutzinitiative. Weil der Stress beim Einsatz in Umzügen für die Pferde zu hoch sei, würden bei ihnen häufig Koliken auftreten, die sogar zum Kreislaufversagen und in der Folge zum Tod der Tiere führen können. Der Appell geht daher nicht nur an den Veranstalter, sondern auch an die Teilnehmer der Umzüge,

Die Pferdeschutz-Initiative 2015 verweist auch auf ihre Erfolge in der Vergangenheit. Sie habe mit der Aufforderung, den Einsatz von Pferden in Festumzügen zu verbieten, es erreicht, dass in einigen Festumzügen teilweise auf Pferde verzichtet wurde.

Weitere Informationen: www.pferdeschutz-initiative2015.de

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Jörg Jeschke 19.05.2017 - 10:30:06

Zum Mittelalterfest gehören Pferde!

Das gefährlichste Tier auf dieser Welt ist und bleibt der Mensch - also die Teilnahme von Menschen verbieten! Man kann aber auch alles übertreiben

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