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Wachstum an der Schönower Chaussee

 Wobau-Geschäftsführer Antje Mittenzwei und Jens Häßler (r.) mit Landrat Bodo Ihrke und Bürgermeister André Stahl (v.l.) bei der Grundsteinlegung
Wobau-Geschäftsführer Antje Mittenzwei und Jens Häßler (r.) mit Landrat Bodo Ihrke und Bürgermeister André Stahl (v.l.) bei der Grundsteinlegung © Foto: MOZ/Olav Schröder
Olav Schröder / 19.05.2017, 19:02 Uhr
Bernau (MOZ) "Wir hatten schon überlegt, ob wir den Grundstein nicht in der dritten Etage setzen", scherzte Wobau-Geschäftsführerin Antje Mittenzwei am Freitag auf der Großbaustelle Schönower Chaussee/Am Blumenhag. Das städtische Unternehmen errichtet dort 53 Wohnungen, zum großen Teil mit Mietpreisbindung, und ist mit den Arbeiten drei Wochen voraus. Im August 2019 sollen die beiden Gebäude fertig sein. Bei der Schaffung von preisgünstigen Mietwohnungen bezeichneten Barnims Landrat Bodo Ihrke (SPD) und Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) die Wobau gleichermaßen als "Vorreiter".

In Bernau gebe es "alle Säulen des Wohnungsbaus, von Einfamilienhäusern bis zu stadtnahen Mietwohnungen", unterstrich Ihrke die Bedeutung des Vorhabens Am Blumenhag. Der Kreis habe "nichts zu verschenken", wolle aber die rasante Entwicklung im Barnim nicht nur beobachten und begleiten, sondern "beschleunigen", indem der Öffentliche Personennahverkehr, Kitas und vor allem der Schulbereich ausgebaut werde: "Wir vergessen nicht, diese Infrastruktur gemeinsam mit der Stat Bernau zu schaffen."

Die Wobau habe als erster wieder den Geschosswohnungsbau realisiert, private Vorhabenträger hätten daraufhin nachgezogen, wenngleich nicht zu erwarten sei, dass diese das gleiche Preissegment realisieren, so Stahl. Die Stadtverordneten hätten sich für den Wachstumskurs entschieden und wollen mit Unterstützung des Landkreises die soziale und öffentliche Infrastruktur.

Unter den Besuchern waren auch potenzielle Bewohner der künftigen Wohnungen. Das gesamte Vorhaben gliedert sich in zwei Gebäude. Alle Wohnungen sind barrierefrei, die im Erdgeschoss zusätzlich rollstuhlgerecht, sagte Antje Mittenzwei. 20 Wohnungen werden mit einer Preisbindung von 5,50 Euro pro Quadratmeter an Inhaber von Wohnberechtigungsscheinen vergeben. Maximal sieben Euro beträgt die Quadratmetermiete für Mieter, die die Kriterien für den Wohnberechtigungsschein leicht übersteigen. 13 Wohnungen werden frei bei einer Miete zwischen acht und 8,50 Euro vergeben.

8,8 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme. Davon werden 6,3 Millionen Euro durch ein Förderdarlehen des Landes gedeckt, 2,5 Millionen Euro finanziert die Wobau.

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