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Weitere Bewerber um Chefposten im Rathaus

Heike Jänicke und Steffen Göttm / 26.05.2017, 19:27 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Das Rennen um den Stuhl des Bürgermeisters gewinnt an Fahrt. Neben Amtsinhaber Ralf Lehmann wollen vier Kandidaten auf den Posten. Außer Hermann Winking und Jutta Lieske streben jetzt auch Lars Günther und Leonie Schölzel das Amt an.

Mit 20 Jahren ist Leonie Schölzel die bisher jüngste Kandidatin. Sie hat sich bereits im April als Einzelkandidatin beworben, wird aber jetzt von BVB/Freie Wähler unterstützt. Sie konnte den Landesvorsitzenden Peter Vida davon überzeugen, dass ihre Ziele mit denen seiner Partei korrelieren. Den Kontakt stellte die Stadtverordnete Petra Lunow her.

"Bad Freienwalde braucht frischen Wind", sagt Leonie Schölzel. Es müsse sich etwas verändern. "Und als Bürgermeisterin hätte ich die Möglichkeit, etwas verändern zu können", so die Bad Freienwalderin, die in Potsdam Geschichte und Latein auf Lehramt studiert.

Leonie Schölzel will die Brücke erhalten und die Alt- und Neuanschließerbeiträge lückenlos zurückzahlen. An zentraler Stelle solle ein Jugendklub entstehen, wo sich Sozialarbeiter den Problemen der Jugendlichen widmen. Dort könnten aber auch an Wochenenden Diskoveranstaltungen für Leute über 40 stattfinden. "Wir müssen es erreichen, dass die jungen Leute hier bleiben."

Der AfD-Kreisvorstand schickt Lars Günther ins Rennen. Der 40-Jährige ist am 14. Mai in den Vorstand gewählt und als Kandidat für das Bürgermeisteramt bestätigt worden. Günther ist in Bad Freienwalde aufgewachsen, hat viele Jahre in Berlin gelebt, ohne aber, wie er betont, märkischen Sand verlassen zu haben. Er will den Bad Freienwaldern Hoffnung geben, dass sie wieder nach vorn schauen können, sagte Lars Günther. Bad Freienwalde, das Oderbruch und der östliche Brandenburger Raum seien ihm ans Herz gewachsen.

Der 40-Jährige ist darüber traurig, wie sich Bad Freienwalde in den vergangenen 15 Jahren entwickelt hat. Er nennt als Beispiele die Abwanderung junger Menschen und den "Leerstand von 15 Prozent". Da sehe er viel Potential. Das sei von den Verantwortlichen in den vergangenen 27 Jahren nicht genutzt worden. Seiner Meinung nach könnte die Stadt mit seiner Altbausubstanz Leuchtturmcharakter haben.

Eine Möglichkeit sieht Günther in der Ansiedlung von Senioren aus Berlin. Als Immobilienkaufmann kenne er sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt aus. Viele Senioren wüssten nicht mehr, wie sie ihre Wohnungen bezahlen sollen. Günther denkt an eine Ansiedlungsoffensive, um Senioren nach Bad Freienwalde zu locken. Die vorhandene Bausubstanz könnte mit Einbindung ortsansässiger Unternehmen dafür ausgebaut werden.

Für Bad Freienwalde sehe er nicht nur einen Schlüssel, sondern viele Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse. So halte er für die Kurstadt unter anderem die Ansiedlung von Unternehmen mit alternativen Heilmethoden genauso für wichtig wie eine Therme, wie es sie beispielsweise in Bad Belzig gibt.

Hinter ihm steht, sagt Günther, eine motivierte Truppe von Bürgern. Sie seien alle größtenteils bisher unpolitisch gewesen und würden mit der AfD erstmals in die Politik gehen, um für ihre Heimat etwas zu bewegen. Lars Günther wolle nicht nur als Kandidat antreten, sondern auch die Wahl gewinnen.

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