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Mieterin unter Verdacht: Nach Wohnungsbrand in die Psychiatrie

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit 59 Einsatzkräften.
Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit 59 Einsatzkräften. © Foto: OGA
Tilman Trebs / 19.06.2017, 11:54 Uhr - Aktualisiert 19.06.2017, 15:17
Hohen Neuendorf (OGA) Nach einem Wohnungsbrand in der Hohen Neuendorfer Klarastraße am Samstagmorgen ist die 26-jährige Mieterin auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Neuruppin in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die Frau steht auch im Verdacht, den Brand verursacht zu haben.

Das Feuer war nach Polizeiangaben am Sonnabend um 4.45 Uhr im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Die Bewohner der acht Mietparteien konnten nach Aussage von Feuerwehr-Einsatzleiter Mario Briese unverletzt evakuiert werden, darunter eine bettlägerige Seniorin. Sie wurde zwar mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Laut Briese hat sich der anfängliche Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung aber nicht bestätigt. Die Mieter konnten nach dem Abschluss der Löscharbeiten, an denen knapp 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hohen Neuendorf, Bergfelde, Borgsdorf und Birkenwerder beteiligt waren, ins Haus zurückkehren. Lediglich die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, kann zunächst nicht benutzt werden. Die Polizei gab den Sachschaden am Montag mit rund 50 000 Euro an.

Unter dem Verdacht, den Brand ausgelöst zu haben, steht die 26-jährige Mieterin. Sie hatte gegenüber den Einsatzkräften erklärt, dass ihre Couch mit Benzin getränkt gewesen sei und dann "verpuffte". Bestätigen konnten das zunächst weder Polizei noch Feuerwehr. "Es gab aber mehrere Brandlöcher in der Couch, darunter ein großes", sagte Mario Briese von der Feuerwehr.

Nach Angaben der Mieterin soll sich auch deren Lebensgefährte in der Wohnung befunden haben. Polizei und Feuerwehr konnten aber niemanden finden. Die Frau selbst behinderte die Löscharbeiten durch ihr aggressives Verhalten. Sie musste schließlich fixiert werden. Ein Staatsanwalt ordnete am Wochenende die einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Abteilung an.

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