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Jugendherberge in Bad Saarow wird in zwei Abschnitten modernisiert / Zahl der Betten steigt auf mehr als 100

Schlafen in sanierten Jugendherbergs-Bungalows

Stockbetten in hellem Blau: Steffen Ehrhardt in einem der sanierten Bungalows der Bad Saarower Jugendherberge. Für die nächsten Gäste legt der Herbergsleiter Laken und Bettbezüge bereit
Stockbetten in hellem Blau: Steffen Ehrhardt in einem der sanierten Bungalows der Bad Saarower Jugendherberge. Für die nächsten Gäste legt der Herbergsleiter Laken und Bettbezüge bereit © Foto: MOZ/Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 15.08.2017, 06:30 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Am Scharmützelsee sind im Sommer nicht nur Hotels und Ferienhäuser gut gebucht. Auch in der Jugendherberge sind oft alle Zimmer belegt. Einige davon wurden dieses Jahr frisch renoviert. Weitere Investitionen folgen - dann steigt auch die Zahl der Betten.

Die hellblauen Stockbetten und Schränke passen als Maßanfertigung haargenau in das kleine Zimmer, für die nächsten Gäste liegen Laken und Bettbezüge bereit. Wer duschen möchte oder auf die Toilette muss, muss keinen langen Gang entlanggehen, sondern nur die direkt benachbarte Tür öffnen. Die Zimmer bieten keinen Platz im Überfluss, aber sie sind zweckmäßig eingerichtet, mit allem, was für eine Übernachtung sein muss.

Vier Bungalows mit jeweils zwei Vierbettzimmern, deren Gäste sich einen Sanitärbereich teilen, sind in diesem Jahr auf dem Gelände der Bad Saarower Jugendherberge in der Dorfstraße im Ortsteil Pieskow saniert worden. 370000 Euro hat der Landesverband Berlin-Brandenburg des Deutschen Jugendherbergswerkes dafür investiert. "Es war eine Kernsanierung. Nur die Außenhaut der Gebäude blieb stehen", sagt Steffen Ehrhardt, der die Unterkunft zusammen mit seiner Frau Michaela seit nahezu 20 Jahren leitet. Dank zügiger Arbeit der beauftragten Handwerksfirmen sei das alles in nur neun Wochen vonstatten gegangen, rechtzeitig vor Beginn der Sommersaison.

Die Bungalows haben jetzt nicht nur neues Mobiliar und neue Sanitärräume. Die Fassade wurde nach neuestem Standard gedämmt, die Heizung läuft jetzt unabhängig vom Haupthaus. Beides soll dazu beitragen, die Betriebskosten für die Bungalows zu senken.

92 Betten bieten Steffen und Michaela Ehrhardt an, mehr als die Hälfte davon in insgesamt neun Bungalows, die in den 1970er-Jahren errichtet wurden, um dort Gäste der Weltfestspiele in Berlin unterzubringen. Die restlichen Zimmer befinden sich in einer Villa mit Blick auf den Scharmützelsee, die sich vor dem Krieg ein reicher Berliner als Zweitwohnsitz errichten ließ und die bereits seit 1949 als Jugendherberge genutzt wird.

Wer kurzfristig ein Bett reservieren will, hat mitunter Pech angesichts der enormen Nachfrage - nicht nur im Sommer. "An den Wochenenden sind wir bis Mitte Dezember ausgebucht", sagt Steffen Ehrhardt. Gebucht ist die Herberge dann vor allem von Orchestern und anderen Musikgruppen aus der Umgebung, die sich auf Auftritte vorbereiten und zum konzentrierten Proben den 130 Quadratmeter großen Saal in der Villa, der auch mit einem Klavier ausgestattet ist, nutzen. Die Übernachtungszahlen sind seit Jahren auf einem konstanten Niveau; gemäß der Statistik des Landesverbands Berlin-Brandenburg pendeln sie bei um die 10000 pro Jahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste liegt bei knapp drei Tagen.

Die Zahlen könnten jedoch bald steigen. Denn der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes plant weitere Investitionen in den Standort Bad Saarow. Auch die restlichen fünf Bungalows sollen saniert werden, und in der Villa entstehen weitere Übernachtungsräume im Obergeschoss. Um gut 20 Betten steigt dann die Kapazität des Hauses. "Im Oktober, wenn die Saison ausläuft, soll es losgehen", sagt Marcus Hirschberg, der Medienreferent des Landesverbandes. Das Bad Saarower Haus würde dann der Idealvorstellung des Verbandes nahekommen. "120 Betten sind das Minimum, um eine Jugendherberge gut betreiben zu können", sagt Hirschberg. "Ich habe keine Bedenken, dass wir die in Bad Saarow nicht belegt bekommen."

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