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Verhandlungspartner suchen Ausweg

Treffen
Stadt und Kreis wägen Modelle zum Schloss ab

Steffen Göttmann / 30.09.2017, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Der Landkreis Märkisch-Oderland und die Stadt Bad Freienwalde kommen sich in Bezug auf Schloss Freienwalde näher. Dennoch steht nicht fest, unter welchen Bedingungen die Stadt das Gebäudeensemble im Schlosspark übernimmt. Ohne Zuschuss geht es nicht.

"Wir sind dabei, einen gemeinsamen Weg zu finden", bestätigte Friedemann Hanke (CDU), Erster Beigeordneter des Landkreises und unter anderem für Kultur zuständiger Dezernent. In dieser Woche trafen sich Vertreter der Stadt und des Landkreises zu einem weiteren Gespräch. Stadt und Landkreis sind sich nicht handelseinig, blockieren sich aber auch nicht gegenseitig. "Das Entscheidende ist letztlich das Konzept", erklärte Hanke.Dem Landkreis ist auch klar, dass er das Schloss nicht einfach der Stadt übertragen kann und es Bad Freienwalde nicht möglich ist, die Unterhaltung ohne Zuschuss zu stemmen. "Wir machen uns Gedanken darüber, was alles passieren könnte", sagte der Erste Beigeordnete auf Anfrage.

Die Walter-Rathenau-Gedenkstätte bleibt erhalten. "Wir sind über die Walther-Rathenau-Stift gGmbH sowieso dabei - egal wie die Verhandlungen ausgehen", sagte Friedemann Hanke. Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die die Gedenkstätte mit der Sammlung sowie das Walter-Rathenau-Archiv trägt, sind je zur Hälfte der Landkreis und die Walther-Rathenau-Gesellschaft.

"Die Ausgangsbasis ist vorhanden", bestätigte der Bad Freienwalder Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos) die Äußerungen des Ersten Beigeordneten. Es sei wichtig, über den Tellerrand zu blicken und sich die anderen musealen Einrichtungen anzuschauen. Die Stadt beteilige sich fünf Jahre lang mit je 100 000 Euro am Transformationsprozess des Museums Altranft. Dies müsse berücksichtigt werden. "Wir müssen viele Modelle betrachten, so etwas bekommt man nicht kurzfristig hin", sagte Lehmann. Auch wenn das Schloss den Bad Freienwaldern wichtig ist, sei es nicht möglich, bis zur Stichwahl Ergebnisse zu liefern. Alle möglichen Modelle, auch eine Pacht, müssten geprüft werden. Deshalb sei das nächste Gespräch mit dem Landkreis erst nach dem 15. Oktober vorgesehen, erklärte der Bürgermeister. Gleichzeitig werde an einem tragfähigen Konzept gearbeitet. Diskussionsgegenstand sei auch die Gastronomie, ob dauerhaft oder als Catering für Veranstaltungen im Teehäuschen.

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