Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die Rathenau-Gedenkstätte in Freienwalde erhält 30 000 Euro Zuschuss. Das hat der Kreis-Bildungsausschuss zugesichert.

Kultur
30 000 Euro für Walther-Rathenau-Gedenkstätte

Geschäftsführer Reinhard Schmook zeigt im Walther-Rathenau-Archiv in Bad Freienwalde eine Original-Zeichnung in einem Notiz-buch.
Geschäftsführer Reinhard Schmook zeigt im Walther-Rathenau-Archiv in Bad Freienwalde eine Original-Zeichnung in einem Notiz-buch. © Foto: MOZ/Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 09.03.2018, 07:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Von Steffen Göttmann

Bad Freienwalde. Der Bildungsausschuss des Kreistages hat in seiner Sitzung am Mittwochabend im Schloss Altranft einstimmig den Zuschuss von 30 000 Euro für die Walther-Rathenau-Gedenkstätte im Schloss Freienwalde gewährt. Das Geld wird für Betriebs- und Personalkosten verwendet.

Während die Ausstellungsräume im Erdgeschoss des Schlosses Freienwalde seit mehr als einem Jahr geschlossen sind, läuft der Betrieb in der Walther-Rathenau-Gedenkstätte im Obergeschoss des preußischen Königsschlosses weiter. Von Mittwoch  bis Sonntag, jeweils 11 bis 17 Uhr, ist das Museum geöffnet.

Träger der Gedenkstätte sei die gemeinnützige Walther-RathenauStift GmbH, erläuterte Friedeman Hanke (CDU), Erster Beigeordneter des Landkreises. Bei der jüngsten Gesellschafterversammlung im Januar vereinbarten deren Träger, der Landkreis Märkisch-Oderland und die Walther-Rathenau-Gesellschaft, ein eingetragener Verein, den Zuschuss für die gemeinnützige GmbH. Der Landkreis sicherte 30 000 Euro zu, die Rathenau-Gesellschaft 10 000 Euro.

Mit dem Geld kann die Walther-Rathenau-Stift GmbH das Personal bezahlen, das notwendig ist, um die Ausstellung offen zu halten, die Räume zu reinigen und zu pflegen, sagte Reinhard Schmook, Geschäftsführer der Walther-Rathenau-Stift gGmbH und damit Verwalter der Ausstellung. Es reiche aber nur bis zum Ende des Jahres. Als Kreistagsabgeordneter und Mitglied des Bildungsausschusses erklärte er sich für befangen und stimmte daher bei dem Votum nicht mit. Ob die Gedenkstätte nächstes Jahr in gleicher Weise und an gleicher Stelle weitergeführt wird, steht offenbar noch nicht fest.

„Wir müssen uns konzeptionelle Gedanken machen, wie wir als Landkreis angemessen an Walther Rathenau erinnern“, sagte Friedemann Hanke. Man könne Schulklassen und Lehrer nicht begeistern, in dem man sie an Vitrinen vorbei schickt, in denen sich drei Seiten Text befinden.

„Wer soll das Konzept erarbeiten?“, wollte die Bad Freienwalder Kreistagsabgeordnete Karin Klinger (Linke) wissen. Der Auftrag sei an die Walther-Rathenau-Stift gGmbH gerichtet, es können aber auch Fachleute von außen hinzu gezogen werden, erklärte Hanke.

Marie-Theres Suermann, Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Freienwalde, hatte bereits in der jüngsten Vergangenheit vorgeschlagen, dass in der Ausstellung zusätzlich multimedial über die Weimarer Republik informiert werden könne, um dadurch mehr junge Leute an das Thema heranzuführen. Die von ihr vergangenen Monat gezeigte Wanderausstellung mit Monitoren und Touchscreens zur Weimarer Republik im Schloss Freienwalde zielte bereits in diese Richtung.

Es sei das Ziel der Rathenau Stift gGmbH, an den Politiker und Gelehrten zu gedenken, bekräftigte Schmook. Gleichzeitig schränkte er ein: „Das Schloss setzt einen bestimmten Rahmen, es ist wie ein größeres Wohnhaus.“ „Das Leben besteht aus der Möglichkeit, dass man scheitern kann“, ergänzte Schmook. Zum Schloss gehöre noch der elf Hektar große Park, der gepflegt werden müsse. „Der Landkreis muss die Stadt mit ins Boot holen“, betonte der Verwalter der Gedenkstätte.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG