Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bildungseinrichtung führt zum Zukunftstag 180 Schüler durchs Haus / 40 Betriebe barnimweit dabei

Veranstaltung
Noch viel zu tun bis zur Open Air-Oper

Große Show, großer Aufwand: Zum Nabucco-Pressetermin am Donnerstag kamen alle Akteure am Hebewerk zusammen. Bürgermeister Günther Gollner, Solveig Spann, Brigitte Schröder, Sebastian Dosch, Pavol Munk von Paulis, Jörg Schellhase und Jörg Schumacher.
Große Show, großer Aufwand: Zum Nabucco-Pressetermin am Donnerstag kamen alle Akteure am Hebewerk zusammen. Bürgermeister Günther Gollner, Solveig Spann, Brigitte Schröder, Sebastian Dosch, Pavol Munk von Paulis, Jörg Schellhase und Jörg Schumacher. © Foto: Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 27.04.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 27.04.2018, 09:10
Niederfinow (MOZ) Gut 200 Tickets sind verkauft. Das reiche aber noch längst nicht, damit sich die Aufführung der Oper „Nabucco“, geplant im August in Niederfinow, auch lohnt. Deshalb heißt es: Werbung machen. Der Veranstalter  hatte deshalb am Donnerstag zur Pressekonferenz eingeladen.

Er betrachte dieses Treffen als Teil der umfangreichen Vorbereitungen für das Open-Air, sagte Bürgermeister Günther Gollner einleitend. Das Veranstaltungsbüro Paulis hatte ins Informationszentrum am Schiffshebewerk in Niederfinow gebeten. Das Treffen, zu dem auch die Leiter von Ordnungs- und Liegenschaftsamt, Solveig Spann und Jörg Schellhase, sowie Sebastian Dosch und Jörg Schumacher vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA) gekommen waren, zeigte vor allem eins: Es gibt noch viel zu tun.

Am 4. August werde eine „qualitativ spitzenmäßige Show“ folgen, ist sich Pavol Munk, Paulis-Inhaber, sicher. Die italienische Oper „Nabucco“ von Guiseppe Verdi sei ein „Meisterwerk“, Verdi selbst ein „Genie“ seiner Zeit. Man habe für die Vorstellungen, die sich in diesem Jahr der 800-Marke nähern, noch nie schlechte Kritik erhalten, so Munk. Seit Jahren plant das Veranstaltungsbüro aus Braunschweig die Aufführung dieser Oper in vier Akten, die sich um die Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco, König Babylons von 605 bis 562 vor Christus, drehen.

Aufbau, Vorstellung und Abbau der Freiluftveranstaltung finden innerhalb eines Tages statt. Ab acht Uhr morgens bauen 12 Mitarbeiter die 12 mal 12 Meter große Bühne auf dem Parkplatz am Schiffshebewerk auf. Insgesamt mit Maske, Kostüm, Sicherheitspersonal und Fahrern wirken 100 Personen mit. Etwa 800 Stühle für die drei Sitzkategorien müssen gestellt werden. Gegen 14 Uhr folgt der Soundcheck, im Anschluss die Generalprobe. Zwei mal 70 Minuten gibt sich das Prager Ensemble aus Orchester und Darstellern dann die Ehre. Im Hintergrund ragt das Schiffshebewerk empor. „Bei Regen stellen wir Regencapes“, sagt Pavol Munk. Die lokalen Gewerbetreibenden sollen dafür gewonnen werden, ein gemeinsames Catering zu erarbeiten. Gegen 2 Uhr nachts soll alles wieder verschwunden sein.

Geparkt werden kann dann nur noch auf einem kleinen Teil des Parkplatzes beziehungsweise auf dem oberen Parkplatz am Hebewerk, von dort fahren Shuttle-Busse. Ein Anwohner stellt außerdem eine Fläche in der Ortsmitte bereit, eine weitere Stellfläche soll es bei Liepe geben. Auch hier müssen Shuttle-Busse eingesetzt werden, erklärt Jörg Schellhase, Leiter des Liegenschaftsamts.

Eine logistische Meisterleistung für den kleinen Barnimer Ort, der gerade einmal 600 Einwohner hat. Solveig Spann, Leiterin des Ordnungsamts, sieht vor allem dringenden Bedarf beim Veranstalter, schnellstmöglich alle erforderlichen Anträge einzureichen.

„Der Sicherheitsaufwand ist extrem“, sagt sie. Im Amt Britz-Chorin-Oderberg arbeite man so gut es geht vor. Das gesamte Areal muss eingezäunt und vom Veranstalter mit Sicherheitspersonal betreut werden. Das Amt wird mit dem ab Mai neu eingestellten Politeur dabei unterstützen, Verstöße auf der Hebewerkstraße als einzige Zufahrtsstraße zum Veranstaltungsort zu ahnden. „Auch wir sind an der Sicherheit interessiert“, sagt Sebastian Dosch, stellvertretender Leiter des WSA. Schließlich sei auch am Opern-Samstag bei gutem Wetter mit etlichen Besuchern des Hebewerks zu rechnen. Bis 17.30 Uhr werden dafür Eintrittskarten verkauft. Es kann also zu Überschneidungen mit den Opern-Besuchern kommen.

Ein wichtiger Punkt ist auch der Kartenverkauf. Zwar verfügt Niederfinow im Krafthaus, direkt am Hebewerk gelegen, über eine Tourist-Info, darf dort aber keine Tickets verkaufen, wie Jörg Schellhase klarstellt. Auch hier müsse der Veranstalter zunächst ein Antrag stellen. „Wir sehen, dass es hier klar eine Lücke in unserer Planung gibt“, sagt Solveig Spann.

Man werde intensiver an diesen Punkten arbeiten. Günther Gollner kritisierte, dass man den Veranstalter nicht vorab darauf hingewiesen habe. „Wir lassen uns hier außerdem Geld entgehen“, so Gollner. Schließlich würde man so am Verkauf beteiligt. Er merkte außerdem an, dass viele Niederfinower noch immer den persönlichen Erwerb von Karten bevorzugen, statt das Internet zu nutzen.

Diesen Leuten müsse man Anlaufstellen bieten. Die gebe es vor Ort, so Pavol Munk. Im Gasthaus Nieder-Oderbruch in Niederfinow (Tel. 033362 71928), in der Bäckerei Flach in Niederfinow (Tel. 033362 70167) sowie in der Tourist-Info in Eberswalde (Tel. 03334 640).

Lukrativ für die Gemeinde sei die Veranstaltung rein finanziell eher nicht, stellt Jörg Schellhase zur Pressekonferenz fest. Sie soll vielmehr eine Anleitung dafür sein, größeren Wert auf Kultur im Ort zu legen, sagt Günther Gollner.

4. August, 20 Uhr, Parkplatz am Schiffshebewerk Niederfinow, Karten gibt es auch unter www.paulis.de, Telefonnummer: 0531-335233

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG