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Förderverein will Vorhaben über Spenden realisieren

Brunnenbau
Wasser für die Wehrkirche Neuendorf

Kleinod: Die Neuendorfer Wehrkirche liegt etwas versteckt am Ortsrand. Im Jahr gibt es mehrere Veranstaltungen.
Kleinod: Die Neuendorfer Wehrkirche liegt etwas versteckt am Ortsrand. Im Jahr gibt es mehrere Veranstaltungen. © Foto: Julia Lehmann/MOZ
Julia Lehmann / 14.09.2018, 07:30 Uhr
Neuendorf (MOZ) Neben der Wehrkirche in Oderberg-Neuendorf könnte ein Brunnen gebaut werden. Die Oderberger Stadtverordneten gaben am Mittwochabend ihr Einverständnis per Beschluss. Auch der Entwicklungsausschuss der Stadt befürwortete den Bau.

Angefragt hatte der Förderverein der Wehrkiche Neuendorf. Der 35 Mitglieder zählende Verein wünscht sich einen Wasseranschluss, um bei Veranstaltungen zumindest Brauchwasser zum Händewaschen anbieten zu können, erklärt Rudolf Hintze, erster Vorsitzender des Vereins. Die Kirche, in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus Feld- und Backsteinen errichtet, besitzt keinen Wasser- und Abwasseranschluss. Dieser sei auch nicht möglich, so Hintze.

Dem Förderverein schwebe nun vor, einen Sanitärcontainer neben die Kirche zu stellen, sodass es für Besucher und Konzertgäste eine Toilette mit Waschgelegenheit gibt. Das Abwasser wolle man auffangen und entsprechend entsorgen, so Rudolf Hintze weiter.

Er denkt da an wiederkehrende Veranstaltungen wie „Frühstück im Turm“, das jeden zweiten Donnerstag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr stattfindet. Der Verein beschränkt sich aber auf ein paar Konzerte im Jahr. Am 23. November findet etwa die Hubertusmesse statt (19 Uhr). Am heiligen Abend gibt es einen Gottesdienst mit Krippenspiel. Auch dafür soll in Zukunft eine Toilette zur Verfügung stehen.

Nötige Genehmigungen vom Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (ZWA) sowie der Unteren Naturschutzbehörde und Kostenplan existieren noch nicht, so Rudolf Hintze. „Schritt für Schritt“, sagt er. Man habe erst das Okay der Stadt einholen wollen, da es sich um städtischen Grund und Boden handelt, in dem man den Brunnen errichten will. Für den Bau des Brunnens sei der Verein auf Spenden angewiesen. Wann man überhaupt genügend zusammen hätte, sei nicht vorhersehbar. Man wolle eben so lange sammeln, bis es reicht, so der erste Vorsitzende. Für die Stadt entstehen keine Kosten.

Der Förderverein existiert seit 2006 und setzt sich seither für den Erhalt der Wehrkirche ein. Er möchte die Hallenkirche am westlichen Rand Neuendorfs stärker ins gedankliche Zentrum der Anwohner rücken. Schließlich ist sie das älteste Gebäude des Örtchens. Über einen von Kastanien gesäumten Weg, Neuendorf 6b, gelangt man zu der idyllisch gelegenen Kirche. (jle)

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