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Heimatverein deckt zudem 26 Meter langes Dach seines Ausstellungsgebäudes

Sanierung
Hohensaatener beleben alte Schmiede

Steffen Göttmann / 29.10.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 29.10.2018, 08:49
Hohensaaten (MOZ) Von Steffen Göttmann

Der Heimatverein Hohensaaten saniert die alte Schmiede an der Lunower Chaussee gegenüber dem Feuerwehrgebäude. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Oderland hat dem Verein dafür 200 000 Euro Fördermittel zugesagt.

Die alte Baracke wird leicht übersehen. Das 1828 errichtete flache Werkstattgebäude aus roten Ziegeln ist jedoch eines der ältesten Häuser von Hohensaaten. „Genau vor drei Jahren ­– Ende Oktober ­– hatten wir die Vision, die baufällige Schmiede zu restaurieren“, sagte Detlev Wieland. Der langjährige Vorsitzende des Heimatvereins hat sich inzwischen aus dem Vorstand zurückgezogen, wirkt aber als Projektleiter für Baumaßnahmen. „Wir wussten, dass wir alleine nichts bewegen können“, ergänzte er. Daher suchten sie das Gespräch mit Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU). Sie konnten ihn nicht nur von dem Projekt überzeugen, sondern er sagte ihnen zu, die Stadt werde den Eigenanteil in Höhe von 92 000 Euro übernehmen.

Denn der Heimatverein mit mehr als 120 Mitgliedern will die Schmiede zu einer touristischen Attraktion entwickeln. Ziel sei, eine Schauschmiede einzurichten und Besuchern das alte Handwerk näher zu bringen. Ein Schmiedemeister im Ort erklärte sich bereit, Zuschauern das Handwerk näher zu bringen: Denn das Gebäude ist mit Esse, Amboss und weiteren Geräten ausgestattet.

Der erste Vorstoß, in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Freienwalde Fördermittel zu beantragen, sei jedoch gescheitert, berichtete Detlev Wieland. „Wir haben gemeinsam mit der Stadt ein Konzept erarbeitet, doch der Antrag „kam nicht in Betracht“. Der Heimatverein braucht die Stadt, denn die Schmiede gehört ihr. „Wir haben daher mit der Stadt einen Pachtvertrag abgeschlossen“, so Wieland.

Während einige Hohensaatener plädierten, das Gebäude zusammenzuschieben, wagte der Vorstand mit Arno Heinrich als Vorsitzender, Christel Kollath und Schatzmeisterin Irene Heinrich einen zweiten Versuch. „Es zog sich eine Weile hin, doch dann wurde unser Antrag positiv beschieden“, erläuterte Wieland.

Der Antrag beziehe sich nicht nur auf die Schmiede, sondern auch auf das Ausstellungs- und Vereinsgebäude. Dort müsse das 26 Meter lange Dach neu gedeckt werden, ergänzte Wieland. Das Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung habe zugesagt, dass die ersten Mittel im Januar freigegeben werden. „Wir bekommen die Summe nicht komplett, sondern in Tranchen“, sagte Wieland. Er geht davon aus, dass nach den Ausschreibungen die erste Bauphase nächstes Frühjahr oder Sommer beginnen könne. Die Bauarbeiten werden sich bis 2020 hinziehen. Denn bei der Schmiede, die nicht denkmalgeschützt ist, müsse alles vom Dach über die Fenster bis hin zur Elektroinstallation erneuert werden.

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