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Geheimnis des Sees erforscht

Bohrplattform "Boreas" auf dem Regenbogensee in Wandlitz-an der Bohrsonde Thomas Kreuzer,J³rger Becker(beide von der Uni Greiswald und Praktikant bei der Naturparkverwaltung (Geographie-Student) Marcus Pfaff am 18.09.2008, Foto: Sergej Scheibe
Bohrplattform "Boreas" auf dem Regenbogensee in Wandlitz-an der Bohrsonde Thomas Kreuzer,J³rger Becker(beide von der Uni Greiswald und Praktikant bei der Naturparkverwaltung (Geographie-Student) Marcus Pfaff am 18.09.2008, Foto: Sergej Scheibe © Foto:
FOSCHROEDERN / 19.09.2008, 16:25 Uhr
Wandlitz Nein, Öl wird nicht gefördert im Regenbogensee in Wandlitz, auch wenn das auf den ersten Blick so aussieht. Mit den Bohrungen, die gestern auf dem kleinen See unmittelbar neben dem Liepnitzsee durchgeführt wurden, wollen Forscher dem Geheimnis des Gewässers auf die Spur kommen.

Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universität Greifswald und des Institutes für Gewässerökologie. Die nehmen den kleinen See derzeit ganz genau unter die Lupe. Grund ist das Wasser des Sees, das durch seine besondere Qualität in den Fokus der Wissenschaftler gerückt ist. Genauer erklärt das Peter Gärtner, der Chef des Naturparks Barnim. "In Brandenburg gibt es 3000 Seen. Darunter sind einige, die von der Qualität her etwas Besonderes sind und dazu gehört auch der Regenbogensee." Dieser habe, so erklärt Gärtner, ein ganz besonderes Säure-Basen-Verhältnis. "Damit gehört der Regenbogensee zu den sogenannten mesotrophen Weichwasserseen. Von denen gibt es nur 30 in ganz Brandenburg." Das hatte das Interesse der Wissenschaftler geweckt, die jetzt den See genau untersuchen wollen. "Die werden jetzt unter anderem erforschen, wo das Wasser des Sees herkommt und wodurch die Wasserqualität beeinflusst wird", kündigte Peter Gärtner an. Die Bohrungen sollen Aufschluss darüber geben, wie der See sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. "Dazu wurde ein zwölf Meter tiefer Bohrkern entnommen, den die Forscher jetzt untersuchen werden", erklärt Gärtner.

Letztlich erhoffen sich die Wissenschaftler mit ihren Untersuchungen auch Antworten darauf zu bekommen, was man tun muss, um einen solchen See zu erhalten.

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