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Historisches Bischofsschloss wird ausgebaut

© Foto: MOZ
Hubertus Rößler / 01.04.2011, 07:54 Uhr
Fürstenwalde (In House) Die Käufer des Bischofsschlosses haben konkrete Pläne, wie sie das historische Gebäude nutzen wollen. So soll neben einem Ausflugslokal im Hof ein Zierbrunnen sowie ein Kräutergarten entstehen. Direkt daneben ist der Eingang zu einem Fotostudio geplant.

Familie Schmidt scheint sich schon sehr wohl zu fühlen in ihrer neuen Wahlheimat. „Wir haben uns schon in Fürstenwalde verliebt“, sagt Victoria Schmidt. Unter dem Arm trägt sie das Spree Journal. „Die MOZ haben wir zu unserem jetzigen Wohnort Berlin abonniert – wir wollen ja wissen, was in Fürstenwalde passiert.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Jens Schmidt und Tochter Saskia ist die 57-Jährige regelmäßig vor Ort, um sich mit Architekten und dem Bauleiter über das weitere Vorgehen zu verständigen.

„Wir sind gut im Zeitplan. Die Innenarbeiten sind bereits in vollem Gange und Ende April sollen auch die Außengerüste stehen“, sagt Bauleiter Helmut Schmidke. „Das Bischofsschloss ist ein Haus mit großer Geschichte. Eine der Besonderheiten ist, dass die historische Bausubstanz erhalten bleiben muss“, erklärt er. Insgesamt hat das Bischofsschloss eine Fläche von 800 Quadratmetern. Das teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammende Gebäude soll bereits Ende des Jahres bezugsfertig sein. „Der Zeitplan ist durchaus realistisch. Neben einigen Schwamm- und Holzschäden ist das Haus in einem guten Zustand. Nach einer langen Planungsphase freuen wir uns, dass es jetzt endlich losgeht.“

Das sieht Familie Schmidt genauso. Bereits vor zwei Jahren hatte sie das einstige Bischofsschloss entdeckt und nach kurzer Überlegung ersteigert. „Seitdem planen wir die Gestaltung der Innen- und Außenbereiche“, berichtet Saskia Schmidt. Die 27-jährige ist Werbefotografin und will im Untergeschoss ein Fotostudio einrichten. Direkt darüber möchte sie wohnen. In den Obergeschossen sollen zudem drei weitere Wohnungen für Mutter, Vater und Großmutter entstehen. Teilweise sind Anbauten und Balkone geplant, alles nach historischem Vorbild. „Die Idee zu einem Mehrgenerationenhaus hatten wir schon vor vielen Jahren. Und bei diesem Objekt passt einfach alles“, sagt Saskia Schmidt.

Auch ihre Mutter ist nach anfänglicher Skepsis vom Bischofsschloss begeistert. „Ich dachte erst, was ist das denn für eine Bruchbude. Aber mittlerweile habe ich das Haus in mein Herz geschlossen“, sagt sie. Die gelernte Gärtnerin möchte direkt neben dem Fotostudio ein Ausflugslokal einrichten. „Wir wollen vor allem Tagesgäste und Fahrradfahrer ansprechen. Dabei legen wir Wert auf frische und saisonale Küche“, sagt Victoria Schmidt.

Die frischen Kräuter möchte sie aus einem Garten beziehen, der auf dem Hof entstehen soll. „Das Angebot soll zum Charme des Hauses passen. Das könnten einfache, aber hochwertige Speisen wie Kartoffeln mit Quark, Omelett oder Forelle sowie frisches Obst und Gemüse sein“, sagt sie. Auch Tische mit Blick auf den Dom, ein Zierbrunnen und Fahrradboxen für Ausflügler sollen im Hof errichtet werden. Nach historischem Vorbild sollen zudem Blutbuchen gepflanzt werden. Im Inneren des Hauses ist ein kleinerer Gastraum geplant. Außerdem soll der Keller, der als ältester Teil des Bischofsschlosses noch gut erhalten ist, zu einem Veranstaltungsraum ausgebaut werden.

Die Pläne der Familie Schmidt sind sehr konkret. Es könnte eine Perle inmitten der Fürstenwalder Altstadt entstehen. Nur eines können sie bislang nicht sagen: In welcher Farbe die historische Fassade gestrichen werden soll. Nicht etwa, weil sich die Familie nicht einigen kann, erklärt Saskia Schmidt. „Wir haben einen Gutachter beauftragt. Schließlich soll das Haus in den Farben von 1900 erstrahlen.“

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