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Sommercamp vor der Kliniktür

Das Sommercamp kann starten: Das Zelt steht, jetzt müssen nur noch die Schlafsäcke ausgepackt werden.
Das Sommercamp kann starten: Das Zelt steht, jetzt müssen nur noch die Schlafsäcke ausgepackt werden. © Foto: st
viola petersson / 11.07.2011, 21:00 Uhr
Eberswalde (In House) Ob an der Ostsee und am nahen Werbellinsee – zu DDR-Zeiten hatte beinahe jeder Betrieb ein Ferienlager für Mitarbeiterkinder. Heute indes kommt einer solchen Einrichtung schon beinahe der Status „Rarität“ zu.

Die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), die in Barnim und Uckermark vier Krankenhäuser betreibt, hat am Montag ihr erstes Ferienlager eröffnet. Und zwar auf dem eigenen Gelände: nämlich auf dem Sportplatz des Martin-Gropius-Krankenhauses an der Gillwald-Höhe. Ein idyllisches Fleckchen mit viel Grün, das für die 19 Teilnehmer zu einem kleinen Zeltplatz umfunktioniert wurde.

GLG-Geschäftsführer Harald Kothe-Zimmermann begrüßte die Mädchen und Jungen zur Premiere – und überreichte den Teilnehmern Basecaps mit dem jeweiligen Namen. Die Idee, so Kothe-Zimmermann, habe sein Kollege von einem Seminar mitgebracht. Bei entsprechendem Bedarf könne das Angebot in den kommenden Jahren durchaus auf mehrere Durchgänge erweitert werden. Sechs Wochen Sommerferien für die Schüler – welche Eltern haben schon so viel Urlaub? Anliegen des Camps sei folglich, für Mitarbeiterkinder eine abwechslungsreiche Ferienwoche zu gestalten, so Kothe-Zimmermann. Die GLG kooperiere mit dem Eberswalder Verein BSIJ, der auch die Camp-Leiterin und die Betreuer stellt.

Das Programm für das fünftägige Ferienlager weist u. a. Zoobesuch, Neptunfest, Lagerfeuer, Indianerfest und natürlich eine Nachtaktion aus. „Ich freue mich auf den Quizabend mit Tombola“, hatte Giulia aus Eberswalde bereits ihren Favoriten gefunden. Nein, Heimweh werde sie nicht bekommen, ist sich die Zehnjährige sicher. Aber ihre Mutter, die als Betreuerin bei der GLG arbeitet, die habe früh beim Abschied geweint, verriet sie. Thorben (11) war mit einem klaren Auftrag angereist. Er muss auf seinen kleinen Bruder Tamma, der heute seinen siebten Geburtstag feiert, aufpassen. Die Eltern arbeiten beide im Krankenhaus, die Mutter in der Küche, der Vater als Pfleger. Die Brüder freuen sich vor allem auf den Badeausflug.

Die erste Herausforderung hatten die 19 Teilnehmer bei der offiziellen Eröffnung übrigens schon gemeistert: Zeltaufbau. „Ich habe bei diesen beiden Zelten geholfen“, zeigte die kleine Emily (7) aus Finowfurt stolz. Nach dem Mittagessen erstürmte der Nachwuchs erst mal den Spielplatz. Darunter auch Irma, mit fünf die jüngste Teilnehmerin, und deren Schwester Ottilie (7) aus Berlin. Die Mutter ist im „Gropius“ als Psychologin angestellt. „Mama hat uns auch hergebracht“, berichteten die Geschwister.

Die GLG hat für das Camp die Sanitäreinrichtungen auf dem Sportplatz nachgerüstet. Zur Ausstattung gehören u. a. ein Bolzplatz, ein Volleyballfeld und eine Minigolfanlage. Die GLG hatte den Platz mit dem Kauf der damaligen Landesklinik erworben. Das Areal wird für Mitarbeitersportfeste genutzt.

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