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Zweisprachige
 Speisekarten

Heinz Kannenberg / 14.07.2011, 07:15 Uhr
Frankfurt (In House) Mit einer besonderen Aktion will das Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrum für mehr Internationalität in Restaurants beider Städte sorgen. Gastronomen sind aufgerufen, ihre Speisekarte in die jeweilige Nachbarsprache übersetzen zu lassen. Diesen kostenlosen Service bietet das Kooperationszentrum jeweils fünf Gastwirten aus beiden Städten an.

Die Aktion richtet sich an Restaurants, Cafés oder Kneipen, die noch keine Übersetzung vorliegen haben oder ihre bereits vorhandene zweisprachige Version überprüfen lassen wollen. Die zweisprachigen Karten sollen anschließend auch öffentlichkeitswirksam präsentiert werden, teilte die Stadtverwaltung gestern mit.

Noch bieten sehr wenige Gastwirte zwei- oder mehrsprachige Speisekarten an. Das wurde auch schon von ausländischen Gästen kritisiert. „Eine Speisekarte in mehreren Sprachen – vorrangig neben Polnisch auch Englisch – signalisiert den Gästen aus der Nachbarstadt und von weiter her, dass sie willkommen sind, und fördert außerdem ein positives Image der Doppelstadt“, so Projektleiter Sören Bollmann.

Anmeldungen zur Aktion nimmt das Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrum telefonisch unter der Rufnummer 0335 606985-0 entgegen. Teilnahmeberechtigt sind die ersten fünf Gastronomiebetriebe von jeder Seite, die ihr Interesse an der Aktion bekunden.

Kontakt: Frankfurt-Slubicer 
Kooperationszentrum, Holzmarkt 7, Tel. 0335 606985-0, mail@frankfurt-slubice.eu

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faules ei im omelette 26.07.2011 - 18:08:58

Egal was, Hauptsache, es gibt Fördergelder!

Hochinteressant:: Immer, wenn es zum Thema "grenzüberschreitende" Verständigung Fördergelder abzufassen gibt, taucht mit einer erstaunlichen Regelmäßigkeit der Name Bollmann auf. Sind die Fördergelder verbraten, gleiten die Projekte in die sinnfreie Bedeutungslosigkeit ab. Ein Schelm könnte da der Verdacht beschleichen, dass es hier nicht um die Sache, sondern lediglich um die eigene Tasche geht. Zudem möchten die Herren Gastronome ihre Speisekarten bitte sehr auf eigene Kosten übersetzen lassen oder wird der Fördermittelzahler (wer auch immer das in diesem Fall sein mag) dann auch an deren Umsätzen beteiligt.

ralf kublich 16.07.2011 - 14:28:33

bravo

bravo, liebe mitarbeiter des kooperationszentrums. seit mehr als 21 jahren ist die deutsch-polnische grenze wieder geöffnet - und schon jetzt wollen sie "die initiative ergreifen" und für mehrsprachige speisekarten sorgen? wie peinlich! in slubice sind mehrsprachige karten schon viele jahre eine selbstverständlichkeit. deutsch und englisch, französisch und sogar russisch findet sich dort neben dem polnischen! nur in frankfurt hinken wir hinterher und sind tiefste provinz. wollen unsere gastwirte die polnische kundschaft vielleicht gar nicht? und auch keine anderen touristen, denn englisch ist auf hiesigen speisekarten ebenfalls so gut wie gar nicht vorhanden? für solch einen "vorstoß" brauchen wir jedenfalls kein öffentlich finanziertes kooperationszentrum. die gastwirte und händler müssen endlich begreifen, dass sie um polnische und andere ausländische kunden und gäste werben müssen!

D. Wolf 15.07.2011 - 09:05:00

D. Wolf

Die Deutschen tun sich schwer mit Ihrer Geschichte. Im Ergebnis des letzten Krieges hat Deutschland im Osten Land verloren. Das ist Fakt. Weil Posen in seinem Osten auch land verloren hat, aber darüber wird der Mantel des schweigens gedeckt. Alles andere ist Augenwischerei. Aber sagen muss man diese dürfen, ohne als Rechter (o.ä) beschimpft zu werden. Zusammenarbeit JA, aber es gibt eine Grenze mitten in der Oder.

Fran 14.07.2011 - 08:58:26

Kostenlose Werbung

Mir kommt der Verdacht der kostenlosen Werbung für ''Bollmann und Partner'' oder was soll es bedeuten. Die ersten fünf sind kostenlos und dann wird bezahlt bei ''Bollmann und Partner'' Wie tief wollen die Slubfurter noch sinken? Allerdings sollten Speisekarten schon mindestens zweisprachig sein. Werte Gastronomen im noch vereinigten Europa sollte das doch wohl drin sein. Selbst dreisprachig, also Deutsch Englisch Polnisch wäre gerade im Grenzgebiet angebracht. Das würde dann auch den Tourismus ankurbeln. Überhaupt kein Problem, denn Touristen fahren bekanntermaßen auch wieder nach Hause. Übrigens ist Slubice und FFO keine Doppelstadt sondern ganz simpel Nachbarstädte. Doppelstadt waren die höchstens vor Mai 1945. Aber da hiess Slubice noch Dammvorstadt. Kann man super nachlesen in GEO EPOCHE oder war es Spiegel Special. Der Titel war Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten.

Ein Bürger Frankfurts 14.07.2011 - 08:11:35

keine Doppelstadt

@Herr Bollmann, wir sind keine Doppelstadt und schon garnicht Slupfurt! Ich bin Bürger der Stadt Frankfurt an der Oder und das wird sicherlich auch so bleiben. Und bitte, kommen Sie mir jetzt nicht mit "Rechten Gedankengut".

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