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Fremde und vertraute Töne am Werbellinsee

Boris Kruse / 21.08.2011, 20:15 Uhr - Aktualisiert 23.08.2011, 12:07
Eberswalde (MOZ) Zum achten Mal hat der Altenhofer Liedersommer nun am Ufer des Werbellinsees stattgefunden. Wieder erwärmten sich junge wie reife Musikliebhaber auf dem Gelände des Bootsverleihs „Am Breten“ gleichermaßen für ein sorgfältig zusammengestelltes Programm.

Am Freitag überzeugten der Cellist Sonny Thet und die tibetische Sängerin Soname Yangchen ein noch eher überschaubares Publikum. Warm war die Nacht am See gerade nicht, weshalb sich einige mit Jacken und Decken am Lagerfeuer zusammenrotteten. Doch die Gäste ließen sich von Soname Yangchen bereitwillig auf einen Ausflug in selten gehörte tibetische Klangwelten mitnehmen. Die Sängerin musste mit ihrer feinen Begleitband mehrfach für Zugaben auf die Bühne kommen.

Bei der den Abend beschließenden Session mit Liedermacher Christian Haase machte sich eine selig-vertraute Stimmung breit – Haase gehört ja auch zum Altenhofer Inventar.

Gerappelt voll war es dann am Sonnabend. Die Headliner Dirk Zöllner und André Gensicke hatten scheinbar ihren eigenen Fanclub im Schlepptau, denn die Texte wurden von der ersten Liedzeile an vielstimmig mitgesungen. Oder hat dieses Duo, das mit einer Kreuzung aus Liedermachertradition und Soulfunk seit jeher eigene Wege gegangen ist, im Laufe der Jahre vielleicht einer ganzen (ostdeutschen) Generation eingeflüstert? Das stimmliche Volumen des Frontmannes ist schlicht beeindruckend, und Keyboarder Gensicke kreiert dazu eine rhythmisch starke, dichte Begleitung.

Mit der Wahl des Moderators hatte Veranstalter Günter Landmann einen Volltreffer gelandet: Alf Ator, Frontmann der wiederauferstandenen Band Knorkator, hatte das Publikum rasch im Griff. Mit seinen „Lesungen“ vom Band setzte er zudem eigene Akzente und lockerte das Liedermacherprogramm auf. Das Multitalent zeigte sich zudem von einer weniger bekannten Seite und stellte eigene Gemälde aus.

Landmann zeigte sich am späten Sonnabend hochzufrieden: „Es hat den Leuten offenkundig gefallen, und ich denke mal, die Betten in Altenhof waren an diesem Wochenende ausgebucht.“ Besonders gefreut hat den Betreiber des Boots- und Fahrradverleihs die Unterstützung der Kreisverwaltung.

Mit Blick auf das nächste Jahr sagte Landmann: „Wir sind mit mehreren Leuten im Kontakt.“ Unter anderem ist ein weiteres Konzert mit Sonny Thet im Gespräch, dann wohl in Kombination mit dessen Sohn Anthony. Und: „Unser Urgestein Christian Haase wird uns auf jeden Fall erhalten bleiben!“ Weil der Platz insbesondere am Sonnabend knapp wird, denkt der Initiator auch über räumliche Veränderungen nach – das ist derzeit aber noch Zukunftsmusik.

Von Boris Kruse

Schorfheide (MOZ) Zum achten Mal hat der Altenhofer Liedersommer nun am Ufer des Werbellinsees stattgefunden. Wieder erwärmten sich junge wie reife Musikliebhaber auf dem Gelände des Bootsverleihs „Am Breten“ gleichermaßen für ein erlesenes Programm.

Am Freitag überzeugten der Cellist Sonny Thet und die tibetische Sängerin Soname Yangchen ein noch eher überschaubares Publikum. Warm war die Nacht am See gerade nicht, weshalb sich einige mit Jacken und Decken am Lagerfeuer zusammenrotteten. Das Programm begeisterte jedoch, denn die Gäste brachten die Bereitschaft mit, sich auf einen Ausflug in selten gehörte tibetische Klänge von Soname Yangchen mitnehmen zu lassen. Die Sängerin musste mit ihrer feinen Begleitband gleich mehrfach für Zugaben auf die Bühne kommen.

Bei der den Abend beschließenden Session mit Liedermacher Christian Haase machte sich eine vertraute Stimmung breit, gehört Haase doch zum Inventar des Altenhofer Liedersommers.

Gerappelt voll war es dann am Sonnabend. Die Headliner Dirk Zöllner und André Gensicke schienen ihren eigenen Fanclub im Schlepptau zu haben, denn die Texte wurden von der ersten Liedzeile an vielstimmig mitgesungen. Oder hat dieses Duo, das mit einer Kreuzung aus Liedermachertradition und Soulfunk seit jeher eigene Wege gegangen ist, vielleicht einer ganzen (ostdeutschen) Generation eingeflüstert?

Das stimmliche Volumen des Frontmannes ist schlicht beeindruckend, und Keyboarder Gensicke schafft dazu eine rhythmisch starke, dichte Begleitung. Höhepunkt sollten einige Stücke werden, während der sich Musiker aus Christian Haases Band zu den beiden auf die Bühne kamen.

Mit der Wahl des Moderators hatte Veranstalter Günter Landmann einen Volltreffer gelandet: Alf Ator, Frontmann der wiederauferstandenen Band Knorkator, hatte das Publikum rasch im Griff. Mit seinen „Lesungen“ vom Band setzte er zudem eigene Akzente und lockerte das Liedermacherprogramm auf. Das Multitalent zeigte sich zudem von einer weniger bekannten Seite und stellte eigene Gemälde aus.

Landmann zeigte sich am späten Sonnabend hochzufrieden mit beiden Tagen: „Es hat den Leuten offenkundig gefallen, und ich denke mal, die Betten in Altenhof waren an diesem Wochenende ausgebucht.“ Besonders gefreut hat den Betreiber des Boots- und Fahrradverleihs die Unterstützung der Kreisverwaltung.

Mit Blick auf das nächste Jahr sagte Landmann: „Wir sind mit mehreren Leuten im Kontakt.“ Unter anderem ist ein weiteres Konzert mit Sonny Thet im Gespräch, dann wohl in Kombination mit dessen Sohn Anthony. Und: „Unser Urgestein Christian Haase wird uns auf jeden Fall erhalten bleiben!“ Weil der Platz insbesondere am Sonnabend knapp wird, denkt der Initiator auch über räumliche Veränderungen nach – das ist zur Zeit aber noch Zukunftsmusik.

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WM 31.08.2011 - 09:59:03

Carmen Orlet & Hugo Dietrich

Vielen Dank für den Bericht. Ja, es war ein schöner Sonn-Abend in Altenhof. Was ich mich aber seit dem Lesen immer wieder frage: Warum haben Carmen Orlet & Hugo Dietrich, die die erste Stunde des Programms bestritten, keinerlei Erwähnung gefunden? War der Rezensent da noch nicht vor Ort? War es ihm nicht wichtig? Kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Unterhalten haben mich _alle_ Künstler an diesem Abend, doch innerlich _berührt_ wurde ich von Carmen & Hugo am meisten.

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