In der Gedenkstätte Seelower Höhen gibt es lediglich den Nachweis über die Anlage von zwei Seelower Kriegsgräberstätten 1946, informiert Gedenkstättenleiter Gerd-Ulrich Herrmann. Demnach wurden an der Thälmannstraße 66 Kriegsopfer begraben. Ein Umbettungsprotokoll aus den 70er Jahren gebe es nicht.
Erwin Kowalke, Umbetter des Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge, kennt ähnliche Fälle. So ist bei Eberswalde ein ganzer Friedhof mit 60 Gefallenen nicht wie eigentlich vorgesehen umgebettet worden. Zuständig sei in jedem Falle die Gemeinde in Absprache mit der Kreisverwaltung und dem Innenministerium. Im Innenministerium gibt es keine Kenntnis von einer Umbettung. Seelows Bürgermeister Udo Schulz hat sich gestern mit Erwin Kowalke in Verbindung gesetzt, um den Verdacht vor Ort abzuklären.