"Eigentlich wollte ich gar nicht kandidieren", so der frisch gekürte Direktkandidat. "Aber wenn es Piraten gibt, die der Meinung sind, dass ich es machen sollte, nehme ich es gerne an." Möglicherweise habe sein Engagement für den ländlichen Raum dazu beigetragen. Aus der Uckermark selbst hatte es keinen weiteren Kandidaten gegeben. Der Diplomsozialpädagoge ist zwar im Raum Barnim bekannt, in der Uckermark trat er jedoch außer bei einigen Parteiveranstaltungen bisher kaum öffentlich in Erscheinung. "Künftig werde ich öfter in der Region präsent sein und zeigen, wer die Piraten sind", verspricht Jürgen Voigt. Zur Vorbereitung des Wahlkampfes wird ein Team gebildet. Neben den eigentlichen Bundesthemen will sich der Direktkandidat für Uckermark und Barnim aber auch mit landeseigenen Problemen auseinandersetzen. Das betrifft zum Beispiel die Abdeckung mit schnellem Internet. Die Piraten fordern zudem überall WLAN.
Neue Ideen habe man gerade für den ländlichen Raum in Sachen Bildung, demografischer Wandel und öffentlicher Nahverkehr. Auch die medizinische Versorgung in den Dörfern interessiert die Piraten. "Ich bin bereit, über jedes Thema zu reden", sagt Voigt. Es sei auch unrealistisch, dass er das Direktmandat in Konkurrenz zu den großen Parteien holen könne. "Aber ein Ergebnis von etwa acht Prozent wäre schon sehr gut."
Am 17. November soll eine Vorstandssitzung des Regionalverbands in Schwedt stattfinden und am 1. Dezember eine Vollversammlung in Serwest.