Kein Wunder, dass sich in Sachen Bildschirmergonomie Wissenschaftler, Ingenieure und Designer seit Jahren einen Kopf machen. So auch bei BakkerElkhuizen. Durchgesetzt hat sich mittlerweile die Erkenntnis, dass Mäuse, so wie sie zu Beginn des Computerzeitalters aussahen, nicht zum Freund des Menschen werden. Die unnatürliche Drehung der Hand hin zu mehr oder weniger flach auf dem Schreibtisch liegend führt zu starken Belastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken. Und wie auch in anderen Bereichen des Lebens geht die Tendenz bei den Mäusen hin zur Natürlichkeit. Handschüttelhaltung ist hier das Stichwort. Die Innenseite der Hand zeigt bei Rechtshändern nach links, die Hand selbst liegt mit der Außenseite auf dem Schreibtisch auf. Nun muss man hier nur noch die Maus reinbauen. Trackingballs praktizieren das schon seit ein paar Jahren, doch nicht jeder User kommt mit der kompletten Ruhigstellung der Hand zurecht. Und vor allem nicht damit, den Curser ausschließlich mit dem Daumen zu bewegen. Die Holländer haben nun für ihre Evoluent D Maus das Trackingball-Modell übernommen, die Hand noch steiler gestellt und das alles in ein wireless Modell verbaut. Dies ist lächerliche 170 Gramm leicht, also in etwa einem Smartphone ähnlich. Auf der Unterseite sorgen drei abriebfeste und ultraglatte Kunststoffpads dafür, dass die Maus auf jeden noch so kleinen Handwackler reagiert. Auf der Außenseite befinden sich drei Tasten und ein Rad. Die obere entspricht dabei der linken, die untere der rechten bekannten Maustaste. Die mittlere aktiviert permanentes Scrolling und das Rad erklärt sich von selbst. Auf der Innenseite, beim Daumen, wurde oben und unten je eine weitere Taste platziert. Während die obere als Zurück-Knopf fungiert, bleibt die untere ohne Funktion. Vorerst. Denn die Evoluent D kann als plug&play betrieben werden. Der Verpackung liegt eine AA-Batterie sowie ein USB-Sender bei. Beides entsprechend untergebracht holt sich das OS die entsprechenden Treiber und los geht’s. Wer von der Herstellerseite die Maus-Software herunterlädt, kann jedoch über das entsprechende Einstellmenü alle Tasten nach Gusto frei programmieren. Für die Curser-Geschwindigkeit indes muss man kein Menü öffnen. Ein weiterer kleiner Knopf auf der Außenseite ist für die Einstellung ausreichend. Der jeweilige Geschwindigkeit wird dann innen immer kurz anhand von ein bis vier grünen LED-Balken angezeigt.
Egal, mit welchem Eingabegerät man bisher gearbeitet hat, die Umstellung auf die Evoluent D sollte ohne Probleme vonstatten gehen. Die Handhaltung ist natürlich, was vieles vereinfacht. Lediglich, dass rechts nun nicht mehr mit dem Mittel, sondern mit dem Zeigefinder geklickt wird, braucht ein paar Minuten. Ebenso, dass der Klick nach links und nicht nach unten erfolgt. Aber hier bildet ein locker angelegter Damen das perfekte Gegengewicht. Ein deutlich entspannteres Arbeiten ist der Lohn der kleinen Mühe.
Auf Grund des geringes Gewichtes eignet sich die Holland-Maus auch gut für unterwegs, da sie auf allen Flächen funktioniert. Praktisch, im Batteriefach befindet sich ein kleiner Slot, in dem sich für den Transport der Sender unterbringen lässt.
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