Bernd Winkler moderierte das Festprogramm mit einem Zauberer, den Dobbi-Sisters und einer Feuershow, stellte den jüngsten Görlsdorfer Zuzug vor, Öko-Bauer Magnus Knigge, der seinen halben Hektar Land nur mit Handarbeit bewirtschaftet und Mangold, Zuchini oder Zwiebeln anbaut. Adelheit Lehmann vom Reiterhof in Sternfelde ließ Kinder auf einem Pony reiten. Der Nachwuchs konnte sich schminken lassen, in die durchsichtigen Bälle von Christian Sommerfeld vom Verein aus Mürow steigen und Bubblefootball ausprobieren. Arne (12) und sein Kumpel Leroy (13) schwitzten bei Thomas Götze am Holzsägestand. 1,45 Minuten brauchten sie, um mit der Schrotsäge eine Scheibe vom Stamm abzutrennen.
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Das Fest in Görlsdorf ist noch ein echtes Dorffest, wo ein Kaffee einen Fünfziger kostet und ein von den Görlsdorfern selbstgebackener und gespendeter Kuchen einen Euro. Das Bier ist mit 2,50 Euro auch nicht zu teuer. Unter den Festzelten wurde gequatscht und einander zugeprostet. Gäste am Bierwagen witzelten über das Helene Fischer-Double von den Dobbi-Sisters, weil die mit ihren zehn Zentimeter langen Pfennigabsätzen fast im aufgeweichten Rasen des Festplatzes steckenblieb. Schnell machen alle wichtigen Neuigkeiten die Runde, etwa die, dass derzeit gleich fünf Görlsdorferinnen in freudiger Erwartung sind. Auch die Frau des Öko-Bauern. "Über so viel Nachwuchs freuen wir uns natürlich", gab Ortsvorsteher Christian Schmidt, selbst Vater von zwei Kindern, gern zu. "Wir brauchen überall dringend neue Mitstreiter, ob in der Freiwilligen Feuerwehr oder im Ortsbeirat." Bis da der Nachwuchs einspringen kann, werden aber wohl noch einige Dorffeste ins Land gehen.
Zum Dorffest zählt der Ort mehr als 170 Gäste