"Hopp, hopp!" Im Laufschritt holen zwei Kameraden die noch eingerollten Druck-Schläuche aus dem Löschfahrzeug. Im Schlauchtrage-Korb. Dann auf dem Boden der Länge nach ausrollen. Derweil verschrauben drei weitere Feuerwehrmänner einen Saug-Schlauch zusammen. Die Verbindung zwischen einem Becken mit Wasser und einer elektrischen Pumpe.
Bei der Station "Nass" müssen die Kameraden den klassischen Löschangriff Nass innerhalb einer Gruppe aufbauen und drei Schadensfeuer bekämpfen, erklärt Uwe Timm, Verbandsvorsitzender der Angermünder Feuerwehr. Heute sind es keine Feuer, sondern Gegenstände. Eine Gruppe setzt sich aus dem Gruppenführer, dem Maschinisten, dem Melder, dem Angriffstrupp, dem Schlauchtrupp und dem Wassertrupp, also insgesamt neun Leuten zusammen.
"Zweiter Trupp: Wasser marsch!" Wasser wird aus dem Becken über die Pumpe in den Schlauch geleitet. Am Ende des ausgerollten Schlauchs stehen zwei Kameraden. Mit der Düse in den Händen. Abschussbereit. Zielsicher treffen sie die zirka zehn Meter entfernte Dose. "Erster Trupp: Wasser halt!".
Für die zehn Frauen und 62 Männer ist das Leistungsabzeichen Ausbildung, Motivator, Wissens- und Sporttest in einem. Apropos Sport: "Schneller, Daniel. Schneller!" Beim 9x50-Meter-Lauf flitzen die Kameraden über den Rasen. Mit Einsatzkleidung: Jacke, Hose, Helm und Sicherheitsschuhen. Wie beim echten Einsatz müssen sie mal einen kiloschweren Schlauch mitschleppen. Oder mit einer Kübelspritze drei Dosen treffen. Im Galopp! "Angermünde muss mehr Sport machen!", feixt einer. Kameradschaftliche Atmosphäre. Etwas ruhiger geht's beim Knoten zu. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Kreuz oder Rettungsknoten sollen's am Ende sein. "Pro Person ein Fehler. Oder drei pro Gruppe", sagt Timm.
Wofür steht "LF"? Eine Aufgabe des Theorie-Teils. Die Gruppen brühten über den Fragen. Antwort: Löschfahrzeug. Wieder aktionsreicher ist die Leistungsspange Technische Hilfe. Hierbei werden Personen aus einem Unfallwagen gerettet. Ein Auto steht bereit. Auf dem Kopf. Reanimations-Übungen folgen.
Je nach individuellem Stand eines Kameraden winken am Ende Bronze, Silber und Gold.